USA: Mörder trotz Übergewichts hingerichtet - DER SPIEGEL
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USA Mörder trotz Übergewichts hingerichtet

Keine Gnade: Ein verurteilter Mörder ist im US-Staat Ohio trotz seines Übergewichts hingerichtet worden. Der über hundert Kilogramm schwere Richard Cooey hatte behauptet, er sei zu dick für die Giftspritze.
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Lucasville - Die Anwälte des 1,70 Meter großen und 121 Kilogramm schweren Richard Cooey versuchten bis zur letzten Sekunde, die Hinrichtung zu verhindern: Sie argumentierten, Cooey sei zu dick, und damit könne das Finden einer Vene für die Giftinjektion unter Umständen unmenschlich lange dauern. Der Oberste Gerichtshof hatte den letzten Einspruch am Dienstagmorgen abgelehnt.

Der 41-jährige Cooey wurde wegen sexuellen Missbrauchs und der Ermordung von zwei Studentinnen im Jahr 1986 zum Tode verurteilt.

2003 wurde seine bereits angesetzte Hinrichtung in buchstäblich letzter Minute von einem Richter gestoppt. Im April unterlag Cooey jedoch in einem neuen Rechtsstreit.

Daraufhin argumentierten die Anwälte unter Berufung auf das Gutachten einer Krankenschwester, seine Venen seien nur schwer zu finden. Cooey hatte in der Haft noch einmal 23 Kilogramm zugenommen, was seine Anwälte auf das Gefängnisessen und die fehlende Bewegung zurückführten. Ob es bei der Hinrichtung am Dienstag tatsächlich zu Komplikationen kam, wurde bislang nicht bekannt.

Cooey starb um 10.28 Uhr (14.28 Uhr MESZ) im Gefängnis in Lucasville. Er zuckte noch mit den Fingern, bevor sein Gesicht blau anlief. In Ohio wird die Hinrichtung mit der Giftspritze vollzogen, dabei folgen nach der Narkose mit der zweiten und dritten Injektion die tödlichen Substanzen.

Bei der letzten Hinrichtung in dem Staat war es 2007 zu Komplikationen gekommen. Die ausführenden Beamten brauchten über zwei Stunden, um die Injektionen in den Arm des Todeskandidaten zu bringen. 2006 war es in einem Fall bereits zu ähnlichen Problemen gekommen.

jdl/AP

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