Verkehrssünde: Spears fängt sich Rüge des Ministers ein - DER SPIEGEL
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Verkehrssünde Spears fängt sich Rüge des Ministers ein

Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad werden Verkehrssünder in den USA nicht mehr vom Sheriff, sondern gleich vom Minister verwarnt. Das bewies jetzt der Fall der Autofahrerin Britney Spears, die mit ihrem vier Monate alten Sohn auf dem Schoß am Steuer saß.
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Philadelphia - US-Verkehrsminister Norman Mineta kritisierte den Popstar jetzt wegen Gefährdung ihres kleinen Sohnes. Es sei unverantwortlich, dass sie den Säugling am Steuer ihres Geländewagens auf den Schoß genommen habe, anstatt ihn in einen Kindersitz zu setzen. "Zwar hat Frau Spears ihren Fehler eingeräumt, aber ihr Handeln hat dennoch Millionen ihrer Fans die falsche Botschaft gesandt", sagte Mineta in Philadelphia.

Die 24-Jährige hat nach Bekanntwerden der riskanten Autofahrt erklärt, sie habe instinktiv gehandelt, weil Paparazzi ihr Angst eingejagt hätten. "Für solch einen Auftritt gibt es absolut keine Entschuldigung - keinen Instinkt, keine Angst, nicht einmal rücksichtlose Paparazzi", sagte Mineta. Jedes Jahr würden in den USA 53.000 Kinder bei Unfällen unnötigerweise verletzt. Würden sie korrekt gesichert, kämen viele unbeschadet davon.

"Ich habe einen Fehler begangen", hatte die Jungmutter Spears vergangene Woche in der Fernseh-Show "Access Hollywood" gesagt. Weil sie sich verfolgt gefühlt habe, sei sie mit dem Auto losgefahren, ohne vorher den kleinen Sean Preston anzuschnallen.

Die Agentur X17, deren Reporter den Vorfall fotografiert hatte, widersprach der Version, Spears sei von Paparazzi gejagt worden. "Diese Bilder wurden in einer sehr friedlichen Atmosphäre aufgenommen", hieß es in einer Erklärung. Die Veröffentlichung der Fotos hatte einen Sturm der Entrüstung in den Medien ausgelöst. Auf Veranlassung des Kinder- und Jugendamts suchte die Polizei den Star sogar in ihrem eigenen Haus auf.

dab/AP/reuters