Tierschmuggel Vietnamesische Polizei rettet Tigerbabys
Zwei der vier geretteten Tigerbabys: Tierschmuggler in Vietnam aufgeflogen
Foto: STR/ AFPHanoi - Die vietnamesische Polizei hat vier Tigerjunge aus den Händen von Tierschmugglern gerettet. Beamte entdeckten den Raubkatzennachwuchs in einem Auto in der zentralvietnamesischen Provinz Ha Tinh. Auch mehr als hundert Schuppentiere waren Teil der illegalen Fracht.
Die Tiger, die zusammen gut 22 Kilogramm wogen, waren in Käfigen eingesperrt. Die 119 Schuppentiere waren in Säcke gepfercht, teilte die Polizei mit. Ermittler nahmen zwei Männer fest. Die Beschuldigten sagten nach Angaben der Polizei, sie seien nur als Fahrer angeheuert worden. Die Fahnder lauerte den Männern nach einem Tipp aus der Bevölkerung auf. Wo die Tiere herkamen, ist unklar. Tierschmuggler müssen in Vietnam mit bis zu sieben Jahren Haft rechnen.
Tigerknochen werden in dem asiatischen Land zu Medizin verarbeitet, die pro Unze (knapp 30 Gramm) mehrere hundert Euro einbringt. Ein Kilo Tigerknochenpaste kostet auf dem Schwarzmarkt bis zu 5000 Dollar (rund 4000 Euro). Damit werden Kopfschmerzen behandelt, obwohl keinerlei heilende Wirkung nachgewiesen ist.
Auch die Schuppen der Schuppentiere werden zu Arzneimitteln verarbeitet. Viele Tiere bedrohter Arten werden zur Herstellung traditioneller Medikamente getötet. Der Naturschutzbund WWF listet Vietnam als eines der Länder mit der meisten Wilderei und dem meisten illegalen Handel mit Wildtieren auf.
Tierschmuggel per Auto: 119 Schuppentiere in Säcke gepfercht
Foto: STR/ AFP