Washington Nach Schießerei Kapitol abgeriegelt
Washington - Laut Zeugenaussagen befindet sich ein bewaffneter Mann in der Turnhalle des Rayburn-Gebäudes, berichtet CNN. Dort sind Büros von Mitgliedern des Repräsentantenhauses untergebracht. Am Morgen sollen in der dortigen Garage Schüsse gefallen sein. Eine Frau sei auf einer Trage aus dem Gebäude getragen worden. Ob es sich dabei um ein Opfer der Schießerei handelt, ist bislang unklar. Dagegen sagte eine Polizistin dem Fernsehsender, dass keine Verletzten gefunden worden seien. Auch ein Schütze wurde noch nicht ermittelt.
Bewaffnete Polizisten haben das Kapitol abgeriegelt. Sie hindern Menschen daran, das Haus zu betreten oder zu verlassen, und untersuchen es derzeit Raum für Raum. Mehrere Krankenwagen haben sich vor dem Eingang positioniert.
"Die Belegschaft sagte uns, dass sie Schüsse gehört und Rauch gerochen habe", so ein Sprecher. Möglicherweise habe es sich dabei aber auch um Knallkörper gehandelt.
Unterdessen laufen die Geschäfte auf dem Kapitol weiter. Der Senat unterbrach seine Sitzung nicht. "Es ist etwas beunruhigend via E-Mail zu erfahren, dass im Gebäude geschossen wird", so ein Abgeordneter. Ein weiterer Repräsentant sagte dagegen: "Sie wollen, dass wir in unseren Büros bleiben. Das ist kein Problem. Ich fühle mich sicher." Er vermutete: "Bei dem Geräusch hat es sich bestimmt, um eine Fehlzündung oder um knallende Luftballons gehandelt."
Seit den Anschlägen vom 11. September sind die Sicherheitskräfte im politischen Washington nervös. Mehrmals wurden Kongressgebäude in der Vergangenheit nach Drohungen schnell geräumt und abgeriegelt. Im Juli 1998 kam es zu einer Schießerei, im Laufe derer zwei Polizisten starben.
aki/AFP/AP/reuters