Zahnarzt aus Gera: Einstellung des Verfahrens wegen Aufnahmen - DER SPIEGEL
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Heimliche Aufnahmen von Mitarbeiterinnen Verfahren gegen Zahnarzt wird eingestellt

Ein Zahnarzt filmte heimlich seine Mitarbeiterinnen in der Umkleidekabine und wurde deshalb zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Berufungsprozess kam nun überraschend nicht zustande: Der Mann hat sich mit den Frauen geeinigt.
Verurteilter Zahnarzt (r.): Geld gezahlt, Verfahren eingestellt
Verurteilter Zahnarzt (r.): Geld gezahlt, Verfahren eingestellt

Verurteilter Zahnarzt (r.): Geld gezahlt, Verfahren eingestellt

Foto: Bodo Schackow/ dpa
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Gera - Das Gerichtsverfahren gegen einen Zahnarzt aus Gera, der heimlich seine Mitarbeiterinnen in der Umkleidekabine gefilmt hatte, wird eingestellt. Die Frauen hätten ihre Strafanträge schon Ende April zurückgezogen, teilte das Landgericht Gera mit.

Der 50-Jährige hatte den Frauen zuvor Geld gezahlt. Die Einstellung des Verfahrens erfolgte, weil die Verletzung der Intimsphäre nur mit einem bestehenden Strafantrag verfolgt werden darf. Dieser liege nach der Rücknahme durch die Betroffenen nicht mehr vor, hieß es.

Das Urteil des Amtsgerichts Gera vom vergangenen September sei hinfällig, sagte eine Sprecherin des Landgerichts. Damals war der Zahnarzt zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann war in Berufung gegangen. Der Prozess, der am Donnerstag beginnen sollte, wurde nun abgesagt.

bka/dpa