Zerstückelte Leiche: Staatsanwaltschaft geht in Revision - DER SPIEGEL
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Prozess um zerstückelte Leiche Staatsanwaltschaft geht in Revision

Weil er in Gimmlitztal einen Geschäftsmann tötete und zerkleinerte, soll ein ehemaliger Polizist achteinhalb Jahre in Haft. Doch die Staatsanwaltschaft hält das Urteil für zu milde.
Detlev G.: Als Mörder verurteilt
Detlev G.: Als Mörder verurteilt

Detlev G.: Als Mörder verurteilt

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa
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Es war eines der grausigsten Verbrechen der vergangenen Jahre: Der Ex-Kripobeamte Detlev G. aus dem sächsischen Gimmlitztal tötete und zerstückelte den Geschäftsmann Wojciech S. aus Hannover und vergrub die Leiche. Wegen Mordes und Störung der Totenruhe wurde der Angeklagte vom Landgericht Dresden zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Jetzt ist klar, dass der Fall auch den Bundesgerichtshof beschäftigen wird. Staatsanwaltschaft und Verteidigung kündigten an, Revision einzulegen. Ein Sprecher der Anklagebehörde erklärte, das Landgericht habe zwar die Rechtsauffassung bestätigt, wonach eine lebenslange Freiheitsstrafe unverhältnismäßig wäre - dennoch habe es eine geringere Strafe verhängt als man gefordert habe.

Die Staatsanwaltschaft hielt eine Haftstrafe von zehneinhalb Jahren für angemessen. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und will daran festhalten - Wojciech S. habe sich selbst das Leben genommen.

Der Täter und der Geschäftsmann hatten sich in Kannibalen-Foren im Internet ausgetauscht. Wojciech S. suchte dort jemanden, der ihn schlachtet und verspeist. Detlev G. träumte davon, eine Leiche zu zerstückeln. Die Nebenklage, die im Prozess zwei Angehörige des Opfers vertrat, hatte lebenslange Haft gefordert.

sms/dpa

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