Zschäpe muss ihre Verteidiger behalten - DER SPIEGEL
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Trotz Misstrauensbekundung Zschäpe muss ihre Verteidiger behalten

Sie wollte ihre Anwälte loswerden - doch daraus wird nichts. Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe wird weiter von ihren Verteidigern vertreten. Das hat das Oberlandesgericht München nach SPIEGEL-Informationen entschieden.
Beate Zschäpe (M.), Anwälte: Die Bestellung der Pflichtverteidiger wird aufrechterhalten
Beate Zschäpe (M.), Anwälte: Die Bestellung der Pflichtverteidiger wird aufrechterhalten

Beate Zschäpe (M.), Anwälte: Die Bestellung der Pflichtverteidiger wird aufrechterhalten

Foto: Peter Kneffel/ dpa
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München - Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, wird weiter von ihren Rechtsanwälten Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm vertreten werden. Wie der SPIEGEL aus Justizkreisen erfuhr, sah der zuständige 6. Strafsenat des Münchner Oberlandesgerichts nach einer mehrtägigen Prüfung keinen Anlass, die Bestellung der drei Pflichtverteidiger aufzuheben.

Am vergangenen Mittwoch hatte Zschäpe dem Vorsitzenden Richter Manfred Götzl überraschend mitteilen lassen, dass sie das Vertrauen in ihre Anwälte verloren habe. Eine vom Senat geforderte schriftliche Begründung Zschäpes ging am Freitag bei Gericht ein, enthielt dem Vernehmen nach aber keine detaillierten Vorwürfe, die auf ein nachhaltig zerrüttetes Vertrauensverhältnis zwischen Zschäpe und ihrem Verteidiger-Team schließen ließen.

Der Senat forderte daraufhin Zschäpes Anwälte sowie die Bundesanwaltschaft auf, Stellung zur Verteidiger-Kritik der Angeklagten zu nehmen. Nach Prüfung der entsprechenden Dokumente entschied der Senat jetzt, dass die Bestellung von Heer, Stahl und Sturm als Pflichtverteidiger aufrechterhalten wird.

Der Prozess soll am Dienstag um 13 Uhr fortgesetzt werden.