Justizirrtum Brite saß 25 Jahre unschuldig hinter Gittern
London- Wie die "Times" und der "Guardian" heute meldeten, sei das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die damaligen Verhörmethoden nach heutigen Maßstäben unzulässig gewesen seien. Ein Experte sagte, die Polizei sei seinerzeit so rabiat vorgegangen, dass am Ende vermutlich jeder die Tat gestanden hätte, ganz sicher aber ein Jugendlicher. Der Wortlaut seines Geständnisses deute außerdem darauf hin, dass er es nicht allein verfasst habe.
"Ich bin immer noch sehr wütend", sagte Paul Blackburn, der die 25 Jahre in 18 verschiedenen Gefängnissen verbracht hatte. Weil er die Tat immer bestritten hatte, blieb er viel länger in Haft als gewöhnlich, da die Behörden dies als ein Zeichen von Uneinsichtigkeit werteten. "Normalität ist ein Fremdwort, wenn man 25 Jahre lang wie ein Tier behandelt worden ist", sagte Blackburn. Nun will er auf Schadensersatz klagen.