Kalifornien Schüsse auf Greyhound-Passagiere
Greyhound-Überlandbus (Archivbild)
Foto: Artur Widak/ ZUMA Press/ imago imagesAm frühen Montagmorgen gegen 1.30 Uhr sind auf dem Highway Interstate 5 im US-Bundesstaat Kalifornien Schüsse gefallen.
Ein Greyhound-Bus war mit mehr als 40 Passagieren auf dem Weg nach San Francisco, als ein Fahrgast das Feuer auf Mitreisende eröffnete. Ein Mensch kam dabei zu Tode, fünf weitere wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.
Der Vorfall ereignete sich in der kleinen Gemeinde Lebec, rund 113 Kilometer nordwestlich von Los Angeles. Wie die kalifornische Highway-Polizei CHP mitteilte, konnte der Tatverdächtige in Gewahrsam genommen werden. Über ein mögliches Motiv ist bisher nichts bekannt.
Der 29-jährige Augenzeuge Mark Grabban sagte dem Sender NBC News, der bewaffnete Angreifer habe Unverständliches vor sich hingemurmelt, als er den Bus betreten habe. Dann sei er mit einem Passagier, der ihn bat, ruhig zu sein, in Streit geraten.
Der Täter habe daraufhin acht oder neun Mal geschossen. „Ich habe mich direkt unter den Sitz auf den Boden geworfen“, so Grabban. „Dann bin ich zu meiner Freundin und habe ihren Kopf nach unten gedrückt.“ Plötzlich habe er Blut auf dem Gang gesehen. Die Frau links von ihm habe nicht reagiert und sich nicht mehr bewegt. „Sie war leblos.“
Der Busfahrer fuhr der Polizei zufolge sofort nach den Schüssen auf den rechten Seitenstreifen. Kurz darauf sei es gelungen, den Angreifer zu überwältigen und aus dem Bus zu werfen.
Der Fahrer habe dann die nächste Abfahrt genommen und an einer Tankstelle angehalten.
Bei der Toten handelt es sich den Behörden zufolge um eine 51-jährige Frau aus Colombia. Die verletzten Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht.