Kalifornien: Brände wüten ungebremst weiter - DER SPIEGEL
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Kalifornien Brände wüten ungebremst weiter

Die seit Tagen wütenden Brände in Kalifornien scheinen unaufhaltsam. Auch das kühlere Wetter brachte keinen Umschwung. Die Flammen bedrohen nun zwei beliebte Urlaubsorte in den Bergen. Kaliforniens zukünftiger Gouverneur, Arnold Schwarzenegger, setzte sich in Washington für Bundeshilfe für die Opfer und Geschädigten ein.
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Los Angeles - Kühlere, feuchte Luft hat die Ausbreitung der verheerenden Waldbrände in Südkalifornien am Donnerstag nur wenig aufhalten können. Mit einem Ausmaß von 3000 Quadratkilometern ist die verkohlte Fläche zwischen der mexikanischen Grenze und dem Nordrand von Los Angeles bereits größer als das Saarland. Mindestens 20 Menschen, darunter auch ein Feuerwehrmann, starben in den Flammen.

Der gewählte Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der sich in Washington für Bundeshilfe für die Opfer der Brandkatastrophe eingesetzt hatte, besuchte auf dem Rückweg am Donnerstag den schwer betroffenen Bezirk San Bernardino. In der Nachbargemeinde Cedar Glen brannten in der Nacht zuvor 350 Häuser ab. Nach Schilderung von Augenzeugen haben sich ganze Straßenzüge in Asche verwandelt.

Mehr als 14.500 Feuerwehrleute sind im Einsatz. "Wir könnten noch mehr Helfer gebrauchen, wir sind sehr müde", sagte Feuerwehrhauptmann Tom Kruschke, der seit Samstag gegen das "Simi Valley"-Feuer, nördlich von Los Angeles, mit ankämpft. Nach Angaben der Notdienstzentrale OES mussten zeitweise 100.000 Menschen vor den Flammen fliehen. 2600 Häuser wurden zerstört. Janet Marshall, Sprecherin der Forstbehörde, sprach von apokalyptischer Verwüstung.

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Brände in Kalifornien: Zerstörerische Feuerwalze

Foto: AP

Das "Cedar"-Feuer nahe San Diego wuchs auf über 1000 Quadratkilometer an - und ist damit der größte einzelne Buschbrand in Kalifornien seit 1932. In dem Gebiet, wo bereits 14 Menschen ums Leben kamen, wurde am Mittwoch eine Löschfahrzeug von den Flammen eingeholt. Ein 38-jähriger Feuerwehrmann wurde getötet, ein weiterer schwer verletzt.




Die Polizei hat die Suche nach mutmaßlichen Brandstiftern verstärkt und eine Belohung von 120.000 Dollar für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Ein etwa 20 Jahre alter Mann wurde dabei beobachtet, wie er brennende Gegenstände aus dem Fenster seines Autos in einem Waldgebiet bei San Bernardino warf. Die Kosten für die Bekämpfung des Feuers und die Schäden könnten die bisher teuerste Brandkatastrophe in Kalifornien weit übersteigen. 1991 richtete ein Buschfeuer in Oakland über 1,7 Milliarden Dollar Schaden an. 25 Menschen kamen damals ums Leben. Der amtierende Gouverneur Gray Davis prophezeite, dass die Kosten des jetzigen Infernos zwei Milliarden Dollar übersteigen könnten.