Kalifornien Tausende flüchten vor Waldbränden
Santa Barbara - In der Nähe des Touristenortes Santa Barbara sind 5430 Häuser evakuiert worden, wie die Behörden mitteilten. Das Feuer breitete sich mit großer Geschwindigkeit aus und wurde zeitweise von bis zu 80 Kilometer schnellen Windböen angefacht.
Die Flammen machten mindestens zwölf Häuser dem Erdboden gleich. 200 Hektar Land brannten lichterloh. Am Donnerstag war das Feuer weiterhin außer Kontrolle, und die Retter stellten sich auf weitere Zerstörungen ein.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief den Notstand aus. Mehr als 1300 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, weitere wurden wegen des starken Windes und der hohen Temperaturen angefordert. Auch acht Löschhubschrauber waren die ganze Nacht über im Einsatz.
Acht Retter wurden verletzt, drei von ihnen schwer. "Die Feuerwehrleute können in der einen Minute an einem sicheren Platz sein und in der nächsten in einer gefährlichen Situation", sagte der Feuerwehrchef von Santa Barbara County, David Sadecki.
Bis Donnerstagmorgen beruhigte sich das Feuer leicht, so dass die ersten Menschen in ihre Häuser zurückkehren konnten. Im Laufe des Tages wurden jedoch erneut heftige Windböen und Temperaturen bis 38 Grad Celsius erwartet. "Der heutige Tag bereitet uns Sorge", sagte Sadecki. "Es könnte eine Wiederholung (der Ereignisse) von gestern werden."
Vor nicht einmal sechs Monaten hat ein Brand mehr als 200 Häuser in Santa Barbara und dem benachbarten Montecito zerstört. Das an der Pazifikküste gelegene Santa Barbara ist ein beliebtes Urlaubsziel.
Auch in anderen US-Staaten wüteten Waldbrände: Im Südosten Arizonas zerstörten Flammen etwa 1700 Hektar Land und bedrohten etwa 50 Häuser. Im Süden von New Mexico wurden 40 Hektar ein Raub der Flammen, 70 Häuser waren in Gefahr.