Kalifornien: Waldbrände sind außer Kontrolle - DER SPIEGEL
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Kalifornien Waldbrände sind außer Kontrolle

Ungewöhnlich früh im Jahr toben in Kalifornien verheerende Waldbrände. In den Bergen um Los Angeles und Santa Barbara sowie San Diego sind bereits Hunderte Hektar Wald in Flammen aufgegangen. Mehrere Menschen wurden verletzt.
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Los Angeles - Trotz leicht gesunkener Temperaturen wüteten die Brände auch am heutigen Tag weiter. Die Feuerwehr hofft nun, dass die Abkühlung ihren Kampf gegen die Flammen leichter macht. Gestern lagen die Temperaturen in der Region bei fast 40 Grad Celsius, heute erwarten die Meteorologen Temperaturen von unter 30 Grad.

Nach Berichten des Nachrichtensenders CNN wurden mehrere Feuerwehrmänner bei den Einsätzen verletzt. Auch zwei Touristen im Nationalpark Los Padres haben den Angaben zufolge Rauchvergiftungen erlitten.

Bis heute mussten mehr als 5000 Menschen wegen der Brände ihre Häuser verlassen. Gegenüber der "Los Angeles Times" schilderten Betroffene, wie sehr sie von den Evakuierungsmaßnahmen überrascht wurden. "Eine Feuerfront walzte den Hügel hoch", berichtete ein Anwohner dem Blatt. "Ich schnappte den Vogel, den Hund, die Frau und die Kinder."

Insgesamt haben die Flammen bis gestern Abend offiziellen Angaben zufolge bereits eine Fläche von über 7500 Hektar erfasst. Der größte Brandherd befindet sich im Landkreis Riverside südöstlich von Temecula. Mehr als 1000 Feuerwehrleute seien insgesamt im Einsatz.

Die Forstbehörden in Kalifornien zeigten sich über die für diese Jahreszeit ungewöhnlich heftigen Brände besorgt. Die anhaltende Hitze und Trockenheit schon jetzt im Frühjahr sprächen für eine Saison mit ungewöhnlich starken Waldbränden.

Die Waldbrände waren in diesem Jahr drei Wochen früher als 2003 ausgebrochen, als insgesamt rund 300.000 Hektar Wald- und Buschland vernichtet wurden. Bei den Bränden waren 24 Menschen getötet worden.