Kalte Nächte Obdachloser in Rostock erfroren
Rostock - Die ersten kalten Nächte in Deutschland haben bereits ein Menschenleben gefordert. Ein Obdachloser starb in Rostock an Unterkühlung in Zusammenwirkung mit Alkohol, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe am Freitag in Bielefeld unter Berufung auf das Obduktionsergebnis mitteilte.
Die Staatsanwaltschaft Rostock bestätigte die Angaben auf Anfrage. Der 52 Jahre alte Mann war demnach bereits am vergangenen Freitag von Fußgängern in einem Gebüsch in der Altstadt entdeckt worden. Ende vergangener Woche lagen die Tiefsttemperaturen bei rund sechs Grad.
Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft lebten im vergangenen Jahr bundesweit rund 24.000 Menschen auf der Straße. Im Vergleich zu 2010 bedeutet das einen Anstieg um zehn Prozent.