Kambodscha: "Dschungelfrau" spricht erste Worte - DER SPIEGEL
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Kambodscha "Dschungelfrau" spricht erste Worte

Die im Dschungel Kambodschas gefundene Frau beginnt zu sprechen: Gut zwei Wochen nachdem die jahrelang vermisste Kambodschanerin gefunden wurde, hat sie angefangen, mit ihren Betreuern zu kommunizieren. Ihre Sprache versteht allerdings niemand.
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Phnom Penh - Die "Dschungelfrau" Rochom P'ngieng könne zwar nicht sprechen, aber Aufforderungen verstehen, hatte ihre mutmaßliche Mutter vor einigen Tagen gesagt. Jetzt aber berichtet Hector Rifa von der Vereinigung Psychologen ohne Grenzen: Die 19 Jahre lang vermisste und jüngst wieder aufgetauchte Kambodschanerin kommuniziert mittlerweile mit ihren Betreuern.

"Wir haben Tests gemacht und sie hat eine gewisse Antwort gegeben. Sie hat einige Worte gesprochen, sogar zu mir, obwohl ich nicht Teil der Familie bin", sagte Rifa heute im Dorf Oyadao rund 600 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Phnom Penh. Die junge Frau, die im Alter von acht Jahren verschwunden war, spreche jedoch keine bekannte Sprache, auch nicht die ihrer Familie aus dem Bergvolk der Phnong.

Ein Bauer hatte vor fast zwei Wochen die Frau am Rande des Urwalds entdeckt, als sie Essen stehlen wollte. Ein Polizist in Oyadao identifizierte sie anhand ihrer Gesichtszüge und einer Narbe als seine Tochter Rochom P'ngieng, die seit 1989 vermisst worden war. Doch Behörden, Dorfbewohner und Ärzte zweifeln die Identität der Frau an: Hände und Fußsohlen seien zu weich für ein jahrelanges Leben im Dschungel, die Gesichtszüge ähnelten eher denen einer Teenagerin als denen einer 27 Jahre alten Frau, ihre Haare seien verfilzt und ihre Fingernägel anscheinend ordentlich geschnitten. Deswegen ist es immer noch ein Rätsel, ob die Frau tatsächlich seit ihrem Verschwinden im Dschungel Kambodschas lebte.

fba/AFP