Kameradenmord US-Soldat zum Tode verurteilt
Fort Bragg - Feldwebel Hasan Akbar hatte am 23. März 2003 in dem US-Lager in Kuwait zunächst den Stromgenerator vor den Offizierszelten abgeschaltet. Dann griff er mit Granaten die Zelte an und feuerte aus seinem Sturmgewehr auf flüchtende Offiziere. Dabei starben ein Hauptmann und ein Major, 14 Soldaten wurden verletzt. Dies wertete das Militärgericht in Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina als versuchten Mord in 14 Fällen. Das Todesurteil muss noch von weiteren Instanzen des US-Militärs überprüft werden.
Akbars Verteidiger hatte argumentiert, dass sein Mandant "geistig krank" und für den Militärdienst nicht geeignet gewesen sei. Deshalb dürfe der Mann aus Los Angeles nicht hingerichtet werden. Die Anklage betonte hingegen, dass Akbar den Anschlag geplant und in seinem Computertagebuch beschrieben habe. Dort hätte er notiert, er wolle so viele seiner Kameraden wie möglich töten. Nach Auffassung der Regierung verdiene Akbar die Todesstrafe.
Erstmals in dem Verfahren meldete sich laut der Zeitung "News and Observer" Akbar vor der Verkündung der Strafe selbst zu Wort. Er entschuldigte sich demnach für seine Tat und sagte, er habe sein Leben in Gefahr und deshalb keinen anderen Weg mehr gesehen. Der Fall Akbar war der erste seit dem Vietnamkrieg, bei dem ein US-Soldat wegen der Tötung von Kameraden angeklagt war.