Missglückter Stunt Ein Gartenstuhl fliegt über Kanada
Es war ein ungewohntes Bild, das sich jüngst den Menschen in der kanadischen Stadt Calgary bot. Hoch in der Luft schwebte ein Bündel bunter Ballons, an denen ein Stuhl hing. Darin saß Daniel Boria, 26. Ein Mann, der hoch hinaus wollte - und als Bruchpilot endete.
Seit Monaten hatte der 26-jährige Kanadier einen PR-Gag geplant. Etwa 9500 Dollar gab er für Helium aus, das er in 120 Ballons strömen ließ, berichtet die BBC . Dann hob er ab. Boria wollte in einer Rodeo-Arena landen und für seine Reinigungsfirma werben. Doch daraus wurde nichts.
"Ich stieg in eine Höhe, wo der Wind sehr stark war." Es habe sich angefühlt wie minus 30 Grad, erzählte Boria jetzt dem "Toronto Star". Mit einem Purzelbaum hüpfte er aus dem Stuhl und öffnete seinen Fallschirm. Doch schon bald sah er, "wie das Rodeo-Event und mein Traum vorbeiglitten".
Auf dem Boden setzte Boria unsanft auf und verletzte sich an den Knöcheln. Die Polizei nahm ihn fest - weil er sich mutwillig in Lebensgefahr gebracht hatte. "Ich sehe so etwas zum ersten Mal in meiner Karriere", sagte der Polizist, der Boria festnahm.
Boria gab sich kleinlaut. "Ich hatte schon damit gerechnet, dass die Polizei ein wenig sauer sein wird", räumte er zerknirscht ein. Auf ihn wartet ein Verfahren. Der Gartenstuhl fiel 65 Kilometer entfernt auf die Erde. Verletzt wurde niemand.