Kanada: Schiffe mit Hunderten von Menschen vom Eis eingeschlossen - DER SPIEGEL
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Kanada Schiffe mit Hunderten von Menschen vom Eis eingeschlossen

Gefangen im Sankt-Lorenz-Strom: Mächtige Eisschollen haben vor der ostkanadischen Stadt Matane zwei Schiffe mit mehreren hundert Menschen an Bord eingeschlossen. Selbst einem Eisbrecher gelang es nicht, die Fahrrinne frei zu machen.
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Ottawa - Die ganze Nacht harrten sie an Bord aus: Allein auf der 120 Meter langen Fähre "CTMA Vacancier" sollen sich etwa 300 Menschen befinden, berichteten Lokalzeitungen am Dienstag. Auch die "Georges-Alexandre-Lebel" der Gesellschaft Cogéma steckt im Eis vor der Stadt Matane in der Provinz Quebec fest - bereits seit Sonntagnachmittag.

Laut Hafenbehörde versuchte die Küstenwache, mit dem Eisbrecher "Terry Fox" zu den Schiffen vorzudringen. Dies sei zunächst nicht gelungen, da der Eisbrecher selbst fünfmal festhing. Der starke Wind und ein geringer Tidenhub hätten die Operation noch zusätzlich erschwert, berichtete der kanadische Online-Dienst "canoe". An Bord der "CTMA Vacancier" sollen sich Teilnehmer eines Skilanglauf-Wettbewerbs befinden, unter ihnen auch bekannte Sportler, hieß es.

Seit dem Wochenende versperrt eine etwa fünf Quadratkilometer große Eisfläche den Zugang zum Hafen von Matane. Noch gestern Morgen war es "Terry Fox" gelungen, eine weitere vom Eis eingeschlossene Fähre, die Camille-Marcoux, zu befreien.

Der Generaldirektor der Cogéma sagte der französischsprachigen Zeitung "Le Soleil", es habe seit langem kein so dickes Eis so früh im Jahr gegeben. So etwas sei eigentlich eher im Februar und im März zu beobachten, betonte André Landry.

Der Winter ist in diesem Jahr im Osten Kanadas besonders kalt und schneereich. In den vergangenen Tagen lagen die Temperaturen bei minus 20 Grad. Der Sankt-Lorenz-Strom verbindet die Großen Seen mit dem Atlantik.

ala/AFP/dpa