Kanada: Wildhüter suspendiert, weil er Bären rettete - DER SPIEGEL
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Anweisung von Vorgesetzten missachtet Wildhüter wegen Rettung von Bären suspendiert

Weil er sich weigerte, zwei junge Bären zu töten, hat eine kanadische Naturschutzorganisation einen Mitarbeiter suspendiert. Der Mann wird nun als Held gefeiert.
Bären Athena und Jordan: In Sicherheit
Bären Athena und Jordan: In Sicherheit

Bären Athena und Jordan: In Sicherheit

Foto: AP/The Canadian Press
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Bryce Casavant ist zum Sympathieträger geworden, weil er eine Anweisung seines Arbeitgebers ignorierte. Der Kanadier hatte sich der Anweisung von Vorgesetzten widersetzt, zwei kleine Bären zu töten. Die beiden erst zwei Monate alten Tiere, inzwischen Athena und Jordan getauft, waren auf einem Baum in der Nähe ihrer getöteten Mutter gefunden worden. Die Bärin hatte zuvor in einem Haus in Port Hardy in British Columbia Lachs aus einer Tiefkühltruhe verschlungen.

Casavant brachte die Geschwister in eine Aufzuchtstation. Der Hausbesitzer habe ihm versichert, dass die beiden kleinen Bären nie in dem Haus gewesen seien, sagte Aufzuchtstation-Direktor Robin Campbell. Dennoch wurde Casavant vom Dienst suspendiert.

Fast 70.000 Unterschriften für die Aufhebung der Suspendierung  des Wildhüters kamen daraufhin zusammen. Die Petition ist an Mary Polak, Umweltministerin von British Columbia, gerichtet. Auch der britische Schauspieler und Komiker Ricky Gervais unterstützte die Kampagne und forderte über Twitter Wiedergutmachung für Casavant, einen "ehrenhaften Mann".

Einen Teilerfolg haben die Unterstützer schon erzielt: Casavant ist zwar weiterhin suspendiert, bekommt aber sein Gehalt.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Casavant sei bei der North Island Wildlife Recovery Association angestellt. Dies stimmt nicht. Wir haben den Fehler korrigiert.

ulz/AFP

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