Kannibale von Rotenburg: Schlachtphantasien sollen Armin M. entlasten - DER SPIEGEL
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Kannibale von Rotenburg Schlachtphantasien sollen Armin M. entlasten

Am Montag will das Landgericht Kassel vier Zeugen hören, die ihre Schlachtphantasien mit Armin M., dem "Kannibalen von Rotenburg", ausleben wollten. Ihre Befragung werde den wegen Mordes Angeklagten entlasten, hofft dessen Anwalt.
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Kassel - Der Verteidiger von M. sagte, die Befragungen würden zeigen, dass sein Mandant nie etwas gegen den Willen der Männer getan habe, die mit ihm ihre "Schlachtphantasien" ausleben wollten. Das Landgericht befragt heute weitere Zeugen, die sich für Rollenspiele mit Armin M. trafen.

Schon bei einer ersten Zeugenbefragung hatte der Anwalt darauf hingewiesen, dass M. sein potenzielles Opfer leicht hätte töten können, wenn er gewollt hätte. Der Mann hatte berichtet, dass er sich von Armin M. mit Öl bestreichen und an einem Schlachterhaken hochziehen ließ. Die heutigen Aussagen könnten zu der Entscheidung des Gerichts beitragen, ob es sich bei der Tat um Tötung auf Verlangen oder um Mord handelt.

In dem Prozess wirft die Staatsanwaltschaft M. vor, den Berliner Ingenieur Bernd Jürgen B. zwecks Befriedigung des Geschlechtstriebes ermordet zu haben. Die Verteidigung plädiert dagegen auf Tötung auf Verlangen. Unstrittig ist, dass sich B. freiwillig schlachten und verspeisen ließ.