Kanton Zürich: Schweizer lehnen Verbot des Sterbetourismus ab - DER SPIEGEL
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Kanton Zürich Schweizer lehnen Verbot des Sterbetourismus ab

Ausländer dürfen weiterhin zum Sterben in den Schweizer Kanton Zürich kommen - das hat eine große Mehrheit bei einer Volksabstimmung beschlossen. Auch die Forderung nach einem landesweiten Verbot der Sterbehilfe schmetterten die Stimmberechtigten ab.
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Zürich - Die Sterbehilfe bleibt im Schweizer Kanton Zürich erlaubt - auch für Ausländer. Das ist das Ergebnis einer Volksabstimmung, bei der am Sonntag zwei Initiativen mit großer Mehrheit abgelehnt wurden. Die eine wollte ein landesweites Verbot der Sterbehilfe erreichen, die andere den sogenannten Sterbetourismus beenden, bei dem Menschen in die Schweiz fahren, um dort zu sterben. Das meldet die Schweizer Nachrichtenagentur SDA.

Mit 85 Prozent lehnten die Stimmberechtigten die Initiative "Stopp der Suizidbeihilfe" deutlich ab. Auch die zweite Initiative "Nein zum Sterbetourismus im Kanton Zürich" wurde mit 78 Prozent Gegenstimmen klar abgewiesen. Sie verlangte eine Wohnsitzpflicht von mindestens einem Jahr im Kanton, bevor Sterbehilfe in Anspruch genommen werden kann.

Befürworter von Sterbehilfe zeigten sich erfreut über das Ergebnis. Es sei schön zu sehen, dass sich die Zürcher grundsätzlich hinter die Sterbehilfe stellen würden, zitierte das Schweizer Fernsehen auf seiner Homepage Bernhard Sutter, den Vizepräsidenten von Exit. Die Organisation beschreibt sich als "Vereinigung für humanes Sterben". Die "religiösen Fundamentalisten" hätten keinen Erfolg gehabt, so Sutter.

Das Ergebnis der Volksabstimmung interpretiert er als klares Votum für die Selbstbestimmung. "Weder Staat noch Kirche haben beim Sterben mitzureden. Das Volk will sich die Möglichkeit, selber über den Tod zu bestimmen, nicht nehmen lassen", sagte Sutter.

ulz/dapd

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