Kanzlersphäre: Gerüchte über Eheprobleme vor Gericht - DER SPIEGEL
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Kanzlersphäre Gerüchte über Eheprobleme vor Gericht

Gerhard Schröder sieht erneut seine Intimsphäre von der Presse verletzt. Jetzt hat der Kanzler eine einstweilige Verfügung gegen einen Zeitungsbericht über angebliche Eheprobleme erwirkt. Die "Märkische Oderzeitung" legte Widerspruch ein; man sieht sich vor Gericht.
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Berlin/Frankfurt an der Oder - Am 21. Januar kommt es vor dem Berliner Landgericht zur Verhandlung, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Anlass des Rechtsstreits ist ein Hintergrundbericht von Anfang Dezember, in dem es nach den Worten von Chefredakteur Frank Mangelsdorf um die "exponierte Stellung der Kanzlergattin" ging. In dem Artikel waren auch Gerüchte über angebliche Eheprobleme wiedergegeben worden. Schröder hatte die Verbreitung dieser Gerüchte durch die Einstweilige Verfügung untersagen lassen.

In der Eidesstattlichen Erklärung versicherte er nach Angaben des Magazins "Focus", es habe keinen lautstarken Ehekrach darüber gegeben, "dass ich der gemeinsamen Wohnung in Hannover öfter fernbleibe, als es die dienstlichen Verpflichtungen erfordern, und mein Nachtquartier schon mal anderswo in der niedersächsischen Landeshauptstadt aufschlage".

Schröder sah durch den Bericht seine Intimsphäre verletzt. Nach Ansicht der Zeitung muss sich der Bundeskanzler solche Berichte aber gefallen lassen. Jemand "der die Öffentlichkeit auch mit Privatem oft bemüht, muss als Person der Zeitgeschichte so etwas hinnehmen", sagte Mangelsdorf.