Kardinal Meisner Wahl Benedikts XVI. war "ein Wunder"
Köln - "Wenn ein Heiliger im Himmel ist, dann ist sein Wirkungsradius viel größer als vorher", sagte Meisner in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Die Wahl Ratzingers zum Papst sei "ein Wunder", an dem der verstorbene Johannes Paul II. seinen Anteil habe. Durch seine Fürsprache bei Gott habe er die Wahl beim Konklave beeinflusst, so Meisner. Mit Ratzinger als Papst sei "die Kontinuität am vollkommensten".
Er werde dieses Wunder aber nicht der Kongregation für den Seligsprechungsprozess von Johannes Paul II. melden, sagte Meisner: "Das ist natürlich in einem Seligsprechungsverfahren nicht verifizierbar, aber für mich steht es felsenfest."
Der Seligsprechungsprozess für Johannes Paul II. hatte schon knapp drei Monate nach dessen Tod begonnen. Anders als bei Märtyrern ist für die Seligsprechung ein Wunder nötig, das er nach seinem Tod bewirkt hat. "Wenn es darum geht, ein Wunder festzustellen, sollte man kritisch sein", sagte Meisner. Es würden nun Beispiele für mögliche Gebetserhörungen gesammelt. Am häufigsten gäben Heilungen den Ausschlag, die sich weder medizinisch noch psychologisch erklären ließen.