Karibik: "Dean" wird zum Monster-Hurrikan - DER SPIEGEL
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Karibik "Dean" wird zum Monster-Hurrikan

Alarmstufe Rot: Kurz vor seinem Eintreffen in Mexiko und Belize hat sich Hurrikan "Dean" vergangene Nacht zu einem seltenen Monster-Sturm der stärksten Kategorie fünf entwickelt. Erste Ausläufer peitschen hohe Wellen an die Strände und schwere Regenfälle über das Land.
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Tulum/Mexiko - Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami teilte mit, "Dean" erreiche inzwischen Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern. Damit kann er am Land katastrophale Schäden anrichten. Seit Beginn der Aufzeichnungen haben erst drei Hurrikane vor "Dean" die USA mit der Stärke fünf getroffen. Nach Mexiko liegt Texas auf dem Kurs von "Dean".

Zehntausende von Touristen sind vor dem Hurrikan von den Stränden der Maya-Riviera auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán geflohen. Die ersten Ausläufer des Wirbelsturms mit Regen und Böen erreichten am Montagabend die Küste.

"Dean" wird den Berechnungen zufolge heute die Küste Yucatáns mit den historischen Maya-Ruinen und neuzeitlichen Ölbohrtürmen erreichen. Der Staatskonzern Petróleos de México evakuierte nach eigenen Angaben mehr als 18.000 Arbeiter von den Plattformen im südlichen Golf von Mexiko. Dutzende von Maya-Ruinen wurden geräumt und sämtliche Metallschilder und andere Objekte abmontiert, die von den rasenden Winden umhergewirbelt werden könnten.

Auf seinem Weg durch die Karibik hat "Dean" bereits zwölf Menschen in den Tod gerissen und großen Sachschaden angerichtet. Sowohl Jamaika als auch die Cayman-Inseln blieben von der größten Wucht des Wirbelsturms verschont, der nach Mexiko noch Belize und Texas treffen wird. Die meisten Toten forderte der Wirbelsturm in der Dominikanischen Republik und Haiti. "Dean" ist der erste Wirbelsturm der diesjährigen Hurrikan-Saison.

Wirbelstürme der Kategorie Fünf sind eigentlich sehr selten. 2005 suchten jedoch vier solcher Hurrikans die Karibik und den Golf von Mexiko heim - darunter auch der Sturm "Katrina", der New Orleans zerstörte, und "Wilma". Die erhöhte Anzahl schwerer Wirbelstürme in den vergangenen Jahren führen Wissenschaftler auch auf die Erderwärmung zurück.

ler/AP/Reuters