Karl Lauterbach über das Weihnachtsfest »Mit mir am Herd wäre das Essen im besten Fall ungenießbar«
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): »Ich muss zugeben, dass ich kein gutes Match in einer WG bin«
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpaBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wohnt wieder allein, nachdem er sich in Berlin viele Jahre eine Wohnung mit seiner erwachsenen Tochter Rosa geteilt hatte. »Meine Tochter ist kürzlich ausgezogen, weil sie jetzt in Köln arbeitet«, sagte der Minister der »Bild am Sonntag«.
In dem Interview äußert sich der Minister zu verschiedenen persönlichen Dingen. Selbstkritisch schätzt Lauterbach demnach seine Qualitäten als Mitbewohner ein: »Ich muss zugeben, dass ich kein gutes Match in einer WG bin. Sehr oft muss ich mit Gefälligkeiten Abbitte leisten, weil ich meine Hausarbeit mal wieder verpasst habe oder mindere Qualität abgeliefert habe.« Für den Haushalt sei er »schlicht und ergreifend nicht gemacht«.
Persönlicher Anti-Kater-Tipp von Karl Lauterbach
Das spiegele sich auch beim Kochen an Weihnachten wider. So übernehme seine älteste Tochter Rosa die Zubereitung des Menüs an Heiligabend, so Lauterbach: »Sie ist Vegetarierin wie ich und kocht dann mir zuliebe ohne Salz. Im Vergleich zu mir ist sie eine Meisterköchin. Ich muss somit beim Kochen auf meine Kinder setzen. Mit mir am Herd wäre das Essen im besten Fall ungenießbar.« Als Vorspeise gebe es Linsensuppe, dann Fisch mit Gemüse und zum Schluss Schokoladenpudding aus Avocado.
Placebowirkung beim Schnaps
Der in Deutschland beliebte Verdauungsschnaps helfe nur psychologisch, aber nicht physisch, so der Gesundheitsminister. »Die Studienlage sagt, dass der Magen mit Schnaps noch mehr Arbeit hat. Aber die Placebowirkung vom Schnaps ist bei uns so ausgeprägt, dass man einen Schnaps empfehlen kann«, so Lauterbach.
Falls es beim Weihnachtsessen oder der Silvesterparty doch nicht bei einem Glas Wein oder Bier bleibt, verrät Lauterbach sein persönliches Anti-Kater-Mittel: »Auch wenn es dazu keine Studien gibt, zeigt meine Erfahrung: Ein doppelter Espresso zum Ende der Party macht einen Unterschied.«
Daneben empfiehlt er zur Vermeidung der Kopfschmerzen am nächsten Tag »genug essen und viel Wasser trinken«.