»Vier, drei, zwei, eins!«
Startschuss zur »fünften Jahreszeit«: In der Kölner Justizvollzugsanstalt im Stadtteil Ossendorf haben die Insassinnen bereits Karneval gefeiert. Wie fühlt es sich an, hinter Gittern?
Derya, Gefängnisinsassin:
»Hier ist mehr Stimmung. Draußen ist man eher in einer kleinen Gruppe. Hier sind wir halt zusammen und haben Spaß.«
Katarina, Gefängnisinsassin:
»Es fehlt ein bisschen etwas, der Alkohol natürlich. Aber wir haben gute Laune.«
Für ein paar Stunden dürfen die inhaftierten Frauen verkleidet ausgelassen tanzen, singen, die Band auf der Bühne anfeuern. Unterstützt vom offiziellen Kölner Karnevalsorganisationskomitee.
Christoph Kuckelkorn, Karnevalskomitee-Präsident:
»Da ist unser Anspruch, den Menschen gerade in dieser Situation jetzt auch mal zwei, drei Stunden Unbefangenheit zu geben. Aus dem Alltag in der Haft auszusteigen und mal so richtig zu leben. Und das sieht man hier, was das auslöst.«
Die Gefängniswärter organisieren jedes Jahr solche Veranstaltungen in der JVA. Um Ärger zu vermeiden, ist für sie dabei die richtige Auswahl der Teilnehmerinnen entscheidend.
Frank Prösdorf, Freizeitbeauftragter JVA Köln:
»Wir machen ja viele Konzerte hier, also es ist noch nie etwas passiert. Aber man muss den Sicherheitsgedanken natürlich auch immer im Auge haben. Es sind natürlich Straftäterinnen.«
»So was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön!«