Katholische Kirche: "Selbst Missbrauchsopfern wird der Einblick verwehrt" - DER SPIEGEL
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Missbrauch in der Kirche "Selbst Opfern und Anwälten wird der Einblick verwehrt"

Eine Initiative gegen sexuellen Missbrauch wirft der katholischen Kirche vor, kircheninterne Ermittlungsverfahren zu verschleppen. Zudem fehle es an Transparenz, sagt der Vereinsvorsitzende dem SPIEGEL.
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Missbrauchsopfer warten teils seit mehr als zehn Jahren auf das Ergebnis innerkirchlicher Ermittlungen gegen ihre Peiniger.

"Nicht nur die Dauer der Verfahren muss scharf kritisiert werden, sondern auch die fehlende Transparenz", sagt Johannes Heibel von der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" über die Praxis der katholischen Kirche. "Selbst Opfern und Anwälten wird der Einblick verwehrt." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Nachforschungen seiner Initiative ergaben, dass ein seit 2005 vor dem Kirchengericht in Rom laufendes Verfahren gegen einen beschuldigten Priester aus Rüsselsheim bislang ebenso ohne Ergebnis geblieben sei wie auch der Fall eines Priesters aus dem Bistum Aachen. Der beschuldigte Rüsselsheimer Priester Norbert E. wird zwar vom Bistum Mainz nicht mehr beschäftigt, bezieht aber weiterhin Gehalt und arbeitete für Kirchengemeinden als Organist und Chorleiter, auch mit Minderjährigen.

Das Bistum argumentiert, der Mainzer Kirche seien durch das nicht abgeschlossene Verfahren in Rom die Hände gebunden.