"Katrina"-Folgen Kurzmeldungen vom Donnerstag
+++Behörden verteidigen sich gegen Vorwurf schlechter Organisation+++
[23.43] Angesichts der chaotischen Zustände im Katastrophengebiet von New Orleans müssen die Behörden sich inzwischen gegen den Vorwurf schlechter Organisation verteidigen. "Alle tun alles in ihrer Macht stehende", sagte der Direktor der Behörde für Katastrophenmanagement, Michael Brown. Immer mehr verzweifelte Leute richten Hilfsappelle an die Medien, weil sie seit Tagen keine Hilfe bekommen haben.
+++Mehr als 20 Länder bieten USA Hilfe an+++
[22.34] Die Regierungen von mehr als 20 Ländern haben den USA nach dem Hurrikan "Katrina" Hilfe angeboten. Nach Angaben des Außenministeriums in Washington sind darunter reiche Verbündete wie Deutschland und Japan, aber auch arme Länder wie Honduras und die US-kritische Regierung in Venezuela.
+++Gouverneurin fürchtet Tausende Tote+++
[21.58] Die Hurrikan-Katastrophe in den USA könnte nach den Worten der Gouverneurin des Bundesstaats Louisiana, Kathleen Blanco, tausende Menschen das Leben gekostet haben. Bis jetzt liege allerdings kein Beweis für eine solch hohe Opferbilanz vor, sagte sie in Baton Rouge vor Journalisten. Zuvor waren die Behörden von hunderten Toten ausgegangen.
Hubschrauber werden in New Orleans beschossen+++
[21.22 ] In New Orleans wird die Evakuierung aus Krankenhäusern von Protesten aufgebrachter Menschen massiv gestört, teilte eine Sprecherin des städtischen Rettungszentrums mit. Von jedem Krankenhaus gebe es Berichte, dass die Hubschrauber beschossen würden. Leute würden aus der Nähe auf Helikopter und Polizisten schießen und ihnen zurufen: "Ihr solltet lieber meine Familie abholen."
+++Bush will zehn Milliarden Dollar Soforthilfe+++
[21.16]Die Regierung von US-Präsident George W. Bush will nach Angaben aus dem Kongress zehn Milliarden Dollar Soforthilfe für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe bereitstellen. Das Geld würde die Ausgaben der Notstandsbehörde FEMA decken, hieß es.
+++ Washington schickt täglich 1400 Soldaten nach New Orleans+++
[20.30] Die US-Nationalgarde verstärkt ihre Präsenz i New Orleans massiv. Die Regierung schicke jeden Tag zusätzlich 1400 Mitglieder der Nationalgarde und der Militärpolizei in die von Chaos und Gesetzlosigkeit heimgesuchte Stadt, teilte Heimatschutzminister Michael Chertoff mit. Derzeit befänden sich schon 2800 Nationalgardisten dort.
+++ Fats Domino wird vermisst +++
[20.05] Der in New Orleans lebende Musiker Fats Domino wird vermisst. Sein langjähriger Agent Al Embry sagte, er habe Domino seit seinem letzten Telefonat mit ihm am Sonntagabend nicht mehr erreichen können. Der 77-Jährige, eine Legende des R&B, habe ihm dabei erzählt, dass er trotz des nahenden Hurrikans mit Frau und Tochter in seinem Haus in New Orleans bleiben wolle.
+++ Mehr als 120 Todesopfer in Mississippi +++
[20.00] Nach den verheerenden Verwüstungen infolge des Hurrikans "Katrina" sind im US-Staat Mississippi bis heute Mittag (Ortszeit) 121 Leichen geborgen worden. Die Behörden befürchteten jedoch, dass sich die Opferzahl noch verdoppeln oder gar verdreifachen könnte. Die meisten Toten waren im Bezirk Harrison zu beklagen. Allein in einem Wohnblock in der Kleinstadt Biloxi kamen nach Angaben des Katastrophenschutzzentrums 30 Menschen um.
+++ Rettungsaktionen wegen Attacken ausgesetzt +++
[18.40] Der US-Behörde für Katastrophenmanagement zufolge sind die Rettungsaktionen in New Orleans aus Sorge um die Sicherheit der Mannschaften ausgesetzt worden. Zuvor war es bei den Einsätzen immer häufiger zu tätlichen Übergriffen von Hilfesuchenden gekommen war, meldete der Sender CNN. Mehrfach habe es lebensgefährliche Kämpfe um Plätze in Rettungsbooten gegeben.
+++ George W. Bush: New Orleans verwüsteter als New York +++
[18.15] US-Präsident George W. Bush besucht morgen die Katastrophengebiete an der Golfküste. Er werde die verwüsteten Regionen in den Staaten Alabama und Mississippi sowie das überflutete New Orleans mit einem Hubschrauber überfliegen und einige Male landen, teilte Bushs Sprecher Scott McClellan mit. Bush sagte in einem Fernseh-Interview, seine Regierung habe die größte Hilfsaktion in der Geschichte der Vereinigten Staaten gestartet. "New Orleans ist verwüsteter als New York es war", sagte der Präsident mit Blick auf die Anschläge vom 11. September 2001. Zuvor hatte er sich auf seiner Rückreise von Texas nach Washington einen persönlichen Eindruck vom Ausmaß der Katastrophe verschafft, als er einen Teil der Südküste überflog.
+++ Tankstellen schlagen nochmals auf +++
[17.50] Die Mineralölkonzerne haben die Preise an den deutschen Tankstellen zum dritten Mal binnen weniger Tagen angehoben. Die Preise seien um weitere vier Cent je Liter Superkraftstoff auf nun 1,41 Euro im Schnitt angehoben worden, sagte ein Sprecher von Marktführer Aral. Diesel habe sich um zwei Cent auf 1,17 Euro verteuert. Die Mineralölgesellschaften begründen die ihre Preisanhebungen mit Produktionsausfällen durch den Wirbelsturm "Katrina" im Süden der USA. Als Folge decken sich die USA mit Treibstoff auf dem europäischen Markt ein, wodurch auch hier die Preise steigen.
+++ Auch Baden-Württemberg will helfen +++
[17.45] Nach dem Bund und Bayern hat nun auch Baden-Württemberg den USA nach dem verheerenden Hurrikan Hilfe zugesagt. Ministerpräsident Günther Oettinger drückte in einem Brief an den US-Botschafter in Deutschland, William Robert Timken, sein Mitgefühl aus und bot ihm "jegliche Unterstützung" an. Baden-Württemberg könne Hilfe durch das Technische Hilfswerk, mit Mannschaften zur Suche nach Vermissten und mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen leisten, ließ der CDU-Politiker mitteilen.
+++ Mississippi: Steigende Opferzahlen +++
[17.21] Die Zahl der Todesopfer im US-Bundesstaat Mississippi steigt immer weiter. Gouverneur Haley Barbour nannte in einem CNN-Interview eine Zahl von 185 Toten als glaubwürdig. Angesichts der gewaltigen Zerstörung werde aber mit noch mehr Todesopfern gerechnet. Nach den Worten von Barbour ist ein 80 Kilometer langer Küstenstreifen vollständig zerstört worden, als der Hurrikan am Montag über Mississippi hereinbrach. "Das steht nahezu nichts mehr", sagte Barbour. Es sei realistisch davon auszugehen, dass noch mehr Menschen verschüttet wurden. 75 Prozent aller Haushalte in Mississippi seien am Morgen ohne Strom gewesen, sagte Barbour. "Es wird noch viele Wochen dauern, bis sie die erste Glühlampe brennen sehen", sagte er.
+++ Weitere 10.000 Nationalgardisten mobilisiert +++
[17.19] Die US-Streitkräfte wollen für den Einsatz in den Katastrophengebieten über 10.000 weitere Nationalgardisten abstellen. Ihre Zahl solle von derzeit 7400 auf 18.000 mehr als verdoppelt werden, teilte Generalleutnant Russel Honore mit. Die zusätzlichen Truppen sollten bereits Freitag in den vom Hurrikan "Katrina" zerstörten Gebieten an der Südküste eintreffen. Die Streitkräfte schickten außerdem das Kriegsschiff "USS Harry Truman" in den Golf von Mexiko, wo es als schwimmende Einsatzzentrale dienen soll.
+++ "Auswirkungen wie nach 9/11" +++
[17.05] US-Regierungsvertreter gehen davon aus, dass die "Katrina"-Katastrophe in ihren verheerenden Auswirkungen sogar den Anschlägen vom 11. September in den USA Konkurrenz machen könnte. "Die Kosten werden katastrophal sein", hieß es. Zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben zudem den Dollar unter Druck gebracht. Der wichtige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA fiel von 56,6 Punkten im Vormonat auf 53,6 Punkten. Zudem belasten die Folgen des Hurrikans den Dollar. Die erwarteten hohen Kosten erhöhten auch die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung in den USA.
+++ Steigende Ölpreise bereiten EZB Sorgen +++
[16.39] Die steigenden Ölpreise werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit großer Sorge beobacht. Die Ölpreise belasteten Nachfrage und Vertrauen im Euro-Raum, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Die Notenbank korrigierte deshalb ihre Wachstumsprognose für dieses und nächstes Jahr nach unten. Die EZB erwartet nun für 2005 ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent, zuvor hatte sie mit 1,4 Prozent gerechnet. Für 2006 stufte sie die Erwartung von zwei Prozent auf 1,8 Prozent herunter. Zu den wirtschaftlichen Folgen des Hurrikans "Katrina" wollte sich Trichet nicht äußern. Zu Fragen nach einer Energiekrise als Folge des Sturms bemerkte der EZB-Präsident, es sei "viel zu früh", etwas dazu zu sagen.
+++ Rice dankt Fischer für Hilfsangebot +++
[16.22] US-Außenministerin Condoleezza Rice hat dem deutschen Außenminister Joschka Fischer nach Angaben eines AA-Sprechers in einem Telefongespräch für das deutsche Hilfsangebot gedankt. Sie wollte US-Präsident George W. Bush über das deutsche Angebot unterrichten. Rice, die selbst aus dem betroffenen Bundesstaat Alabama stammt, habe betont, dass sie nicht zögern werde, auf das Angebot der Bundesregierung zurückzukommen. Ein offizielles Hilfsgesuch aus Washington bislang jedoch noch nicht vor. Auch soll die Bundeswehr laut Agenturberichten prüfen, inwieweit sie sich an Hilfen beteiligen könnte.
+++ Bush bittet Clinton und Bush Senior um Hilfe +++
[16.14] US-Präsident George W. Bush hat seinen Vorgänger Bill Clinton und seinen Vater George Bush Senior um Hilfe beim Sammeln von Spenden für die Opfer der Naturkatastrophe gebeten. Zudem kündigte das Weiße Haus an, dass Bush am Freitag in die vom Hurrikan betroffene Region reisen wird. Der Präsident plane einen Hubschrauberrundflug mit mehreren Landungen in der Region.
+++ Nationalgardist angeschossen +++
[16.04] Bei der Evakuierung des Superdome-Stadions in New Orleans ist ein Nationalgardist von Unbekannten angeschossen worden. Bewaffnete hatten zudem auf einen Hubschrauber gefeuert, der an der Evakuierung der Obdachlosen aus dem Stadion beteiligt gewesen sei.
+++ US-Senatorin: Tausende Tote +++
[15.43] Der Hurrikan "Katrina" hat laut einer US-Senatorin Tausenden Menschen das Leben gekostet. "Wir gehen davon aus, dass Tausende tot sind", sagte Senatorin Mary Landrieu aus Louisiana bei einer Pressekonferenz in Baton Rouge.
+++ Kritik an Bütikofers Bush-Schelte +++
[15.40] Die Schelte von Reinhard Bütikofer an George W. Bush ist auf heftige Reaktionen der deutschen Opposition gestoßen. Der Grünen-Chef hatte dem US-Präsidenten in der "Berliner Zeitung" vorgeworfen, dieser habe sich standhaft geweigert, klimapolitische Ziele ernsthaft ins Auge zu fassen. "Bush betreibt eine Energiepolitik aus der Perspektive der Öl- und Atomlobby". Bush sei ein "Öko-Reaktionär", fügte er hinzu. Es sei ein "Treppenwitz der Zeitgeschichte", dass CDU-Chefin Angela Merkel und der BDI diese Energiepolitik kopieren wollten. Der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, kritisierte Bütikofers Äußerung. Hinter "solcherlei Verbalausfällen" verberge sich nicht nur "pure Panik" angesichts des drohenden Machtverlusts, sondern ein bei den Grünen nach wie vor "gepflegtes tiefes anti-amerikanisches Ressentiment". Der FDP-Außenpolitiker Werner Hoyer kritisierte Bütikofers Äußerungen als "Geschmacklosigkeit".
+++ Wachsende Seuchengefahr +++
[15.28] In den Katastrophengebieten in den Südstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama warten noch immer Tausende auf Rettung. Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wachsen. Vielerorts fehlen Lebensmittel und sauberes Trinkwasser, Plünderer rauben Nahrungsmittel und Waffen aus Geschäften, Einbrecher räumen verlassene Häuser aus. Offizielle Stellen befürchten zudem, dass zehntausende Häuser irreparabel sind. Auch wächst die Sorge, dass sich Seuchen wie Typhus und Cholera ausbreiten könnten. "Die Bedingungen verschlechtern sich rapide", warnte ein Gesundheitsexperte von der Universität Louisiana.
+++ US-Benzinpreise steigen weiter +++
[15.26] Die amerikanischen Benzinpreise steigen weiter an. Heute gab es vereinzelte Lieferbeschränkungen an Großhändler und unabhängige Tankstellenbetreiber. Benzin zur Oktober-Auslieferung legte im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 5,5 Prozent zu, nachdem es in den Vortagen wegen der Sturmauswirkungen auf die Raffinerien und Pipelines bereits Preisaufschläge von insgesamt 27 Prozent gegeben hatte. Der Rohölpreis legte um 0,30 Prozent auf 69,15 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Heizöl verteuerte sich um 2,93 Prozent, während der Erdgas-Preis leicht nachgab.
+++ Bayern zur Hilfe bereit +++
[15.08] Nach dem Bund hat auch der Freistaat Bayern den USA Hilfe bei der Bewältigung der Naturkatastrophe angeboten. Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte in München, wo Hilfe nötig sei, stehe Bayern zu humanitärer und technischer Unterstützung der Betroffenen bereit. Spezialkräfte von Katastrophenschutz, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen könnten in die Katastrophengebiete entsandt werden. Stoiber sagte, die Erfahrungen der Helfer nach dem Tsunami in Südostasien könnten auch in den Vereinigten Staaten genutzt werden.
+++ Mehrere kleine Feuer im Superdome +++
[15.00] Das Chaos in der überfluteten US-Südstaatenmetropole New Orleans nimmt immer mehr zu. Ein Mann von der Nationalgarde in Louisiana sagte, seien im und um das Footballstadion Superdome Mülleimer in Brand gesetzt worden. Es sei eine sehr Besorgnis erregende Situation, da die Feuer wegen der Überschwemmungen nur schwer erreicht würden und sich daher leicht ausbreiten könnten. Wie der Mann weiter schilderte, sollen in den nächsten Tagen Zehntausende Menschen aus der Stadt gebracht werden - nicht nur mit Bussen, sondern auch mit Hubschraubern, Flugzeugen und per Bahn. Es gebe mittlerweile mehrere Bahnlinien, die wieder befahrbar seien.
Nachrichten vor 15 Uhr
+++ FDP für Anzapfen deutscher Ölreserven +++
[14.28] Nach CDU-Chefin Angela Merkel hat sich auch die FDP für das Anzapfen der deutschen Ölreserven ausgesprochen. FDP-Chef Guido Westerwelle sprach von einer sinnvollen Möglichkeit zur Entlastung der Bürger an der Zapfsäule: "Das Einsetzen der nationalen strategischen Ölreserven ist eine kluge und auch sinnvolle Möglichkeit, damit Bürger bei steigenden Benzinpreisen wenigstens ein Stückchen entlastet werden können." Deutschland lagert als Notreserve rund 29 Millionen Tonnen Rohöl und Ölprodukte wie Sprit und Heizöl, das entspricht einem Vorrat für 90 Tage.
+++ Bush weist Kritik zurück +++
[14.11] Die US-Regierung hat für die Opfer des Hurrikans "Katrina" die größte Hilfsaktion in der Geschichte der Vereinigten Staaten gestartet. US-Präsident George W. Bush erklärte in Washington, die Hilfe für die Menschen sei bereits auf dem Weg. "Ich verstehe, dass die Menschen sich gewünscht hätten, dass alles schon gestern passiert wäre", sagte Bush in einem ABC-Interview. "Ich verstehe die Ängste der Menschen. Es herrscht Frustration. Aber ich möchte die Leute wissen lassen, dass die Hilfe bereits unterwegs ist." Er wies die Kritik zurück, er sei erst am Mittwoch aus seinem vierwöchigen Urlaub nach Washington zurückgekehrt und nicht bereits am Dienstag. Er hoffe, dass die Leute die Situation nicht für politische Zwecke ausnutzten. "Dies ist ein nationaler Katastrophenfall", sagte er. "Als Nation müssen wir jetzt zusammenkommen, um das Problem zu lösen. Für die Politik ist später Zeit."
+++ Bush warnt vor Wucherei +++
[14.10] US-Präsident George W. Bush warnt davor, den Hurrikan "Katrina" zum Anlass für Preistreibereien an den Tankstellen zu nutzen. Auch gegen Plünderer oder andere Gesetzesbrecher sollte ohne Nachsicht durchgegriffen werden, sagte Bush in einem Interview mit dem Sender ABC. "Ich denke, es sollte mit null Toleranz gegen Leute vorgegangen werden, die das Gesetz während eines Notfalls wie diesem brechen - egal, ob es um Plünderungen oder Wucherei an den Zapfsäulen geht oder darum, Spendenbereitschaft auszunutzen oder Versicherer zu betrügen", sagte er. Bush riet den US-Bürgern, angesichts der Krise mehr Benzin zu horten. Er rechne damit, dass der weltgrößte Erdöl-Exporteur Saudi-Arabien alles tun werde, um mehr Öl zu liefern.
+++ Schüsse vor dem Superdome +++
[13.38] Die Evakuierung des Footballstadions Superdome wird vorerst gestoppt. Auf einen bei der Räumung eingesetzten Helikopter wurden Schüsse abgefeuert, wie der Sender CNN berichtet. Die Polizei halte es zu diesem Zeitpunkt für zu gefährlich, die Räumung des Stadions fortzusetzen.
+++ Analysten: Mehr Opec-Öl hilft nicht +++
[13.36] Eine höhere Ölförderung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wird nach Meinung von Experten kaum zur Beruhigung der Ölmärkte beitragen. "Mangel an Rohöl ist nicht das Problem", sagte Ehsan ul-Haq vom internationalen Energie-Berater PVM in Wien. Die OPEC hatte angeboten, die Rohöl-Förderung angesichts der Wirbelsturm-Katastrophe im Golf von Mexiko vom 1. Oktober an um 500 000 Barrel täglich anzuheben. Die Lagerbestände in den USA seien mit rund 321 Millionen Barrel (je 159 Liter) ungewöhnlich hoch, sagte ul-Haq. Zudem könnten die US-Raffinerien wegen der Zerstörung oder Beschädigung durch Hurrikan "Katrina" vermutlich um bis zu eine Million Barrel täglich weniger verarbeiten als bisher. "Erst wenn sich herausstellt, dass die Schäden im Bereich der Ölförderung im Golf von längerer Dauer sind, könnte die Anhebung der OPEC-Produktion etwas bewirken."
+++ Chaos in New Orleans +++
[13.30] Auf den Straßen der überschwemmten Stadt New Orleans herrschen Gesetzlosigkeit und Chaos. Angesichts von immer hemmungsloseren Plünderungen zog Bürgermeister Ray Nagin praktisch alle Polizisten vom Rettungseinsatz ab und wies sie an, stattdessen für Ordnung zu sorgen. "Die Plünderer nähern sich den dichter besiedelten Gebieten, Hotels und Krankenhäusern. Wir werden das stoppen", sagte Nagin. Aus New Orleans wurden Dutzende Raubüberfälle gemeldet. Die Plünderer benutzten Mülltonnen und Luftmatratzen, um ihre Beute wegzuschaffen, darunter Lebensmittel, Kleidung, Fernseher und Waffen. Ein Lastwagen mit Medikamenten für ein Krankenhaus wurde überfallen und ausgeraubt. Polizisten sagten, auf sie sei geschossen worden.
+++ Waveland ist ausradiert +++
[13.19] Kaum einen Ort hat "Katrina" so sehr verwüstet wie die Kleinstadt Waveland in Mississippi: Der Hurrikan hat den ehedem von 7000 Menschen bewohnte Ort praktisch von der Landkarte ausradiert. 55 Kilometer östlich von New Orleans riecht es nach Erdgas, feuchtem Bauholz und faulendem Fleisch. Rettungskräfte treffen hier auf zutiefst verstörte Überlebende, die in weggespülten Wohnhäusern und Firmengebäuden zu bergen versuchen, was noch irgendeinen Wert verspricht. "Absolute Zerstörung - es ist überhaupt nichts mehr übrig", sagte ein Einwohner, der die Naturkatastrophe überlebte.
+++ Frankreich bietet Hilfe an +++
[13.14] Wegen der Unwetterkatastrophe hat auch Frankreich den USA seine Hilfe angeboten. Wie Außenamtssprecher Denis Simmoneau sagte, sollen Katastrophenschützer und Soldaten aus den französischen Übersee-Départements in der Karibik zu Hilfseinsätzen in die Region kommen, sofern die US-Behörden dies wünschten. Mehrere Franzosen säßen weiterhin in New Orleans fest, fügte Simmoneau hinzu. Durch den Hurrikan "Katrina" und die durch den Sturm ausgelöste Überschwemmung der Stadt seien bisherigen Informationen zufolge keine Franzosen getötet worden, sagte der Außenamtssprecher weiter.
+++ Umweltschützer kritisieren Parteien +++
[12.56] Deutsche Umweltverbände haben den Wahlprogrammen aller Parteien mit Ausnahme der Grünen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das Bekenntnis zu nachhaltiger Politik komme praktisch überhaupt nicht vor, bemängelten sie in einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin. Besonders die Ankündigungen von Union und FDP zur Atompolitik trafen auf Kritik. Der Vorsitzende des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, zeigte sich besorgt über das "Kurzzeitdenken" der Politiker. Die Hochwasserkatastrophe in den Alpen und die verheerenden Zerstörungen durch den Hurrikan Katrina hätten der Welt vor Augen geführt, dass es ohne Nachhaltigkeitsstrategie nicht mehr geht". Er forderte US-Präsident George W. Bush zu einem Kurswechsel in der Klimaschutzpolitik der USA auf. Aus dem jüngsten tragischen Anlass solle Bush noch einmal "über eine Ratifizierung des internationalen Kyoto-Protokolls für Klimaschutz nachdenken".
+++ Rückgriff auf deutsche Ölreserven umstritten +++
[12.32] Ein Rückgriff auf die nationalen Ölreserven wie in den USA zur Eindämmung der Preisspirale wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) sprach sich dafür aus, ein Abschmelzen der nationalen Ölreserven als Reaktion auf den hohen Ölpreis zu prüfen. FDP-Chf Guido Westerwelle unterstützte einen Vorstoß seines Stellvertreters Rainer Brüderle. Dieser hatte erklärt, wenn sich ein dramatischer Ölpreisschock abzeichne, müsse über den Einsatz der Ölreserve nachgedacht werden. Die Bundesregierung erwägt derzeit jedoch keine Freigabe von Rohöl aus der strategischen Reserve. "Wir sehen aktuell keine Notwenigkeit für eine solche Maßnahme", sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.
+++ Taxiverband fasst Tariferhöhungen ins Auge +++
[12.29] Angesichts der explodierenden Spritpreise schließt der Taxiverband Deutschland vereinzelt Preiserhöhungen nicht aus. "Das geht allerdings langsam und nicht von heute auf morgen. Sonst bleiben die Kunden weg", sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Sasse. "Im Moment bleibt uns nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen. Die Spritpreise sind schon extrem hoch." Preiserhöhungen seien "eher in den Städten zu erwarten", sagte Saße. "Auf dem Land kann ein Taxichauffeur mit der Fahrweise etwas gegensteuern."
+++ Benzinpreisschock in Deutschland +++
[12.26] Autofahren wird in Deutschland immer mehr zum Luxus. Die drastische Anhebung der Treibstoffpreise - Super kostet jetzt 1,39 Euro, Diesel 1,16 Euro - schockte die Verbraucher. Doch auch nach dieser Preiserhöhung um 8 Cent auf einen Schlag dürfte Benzin noch teurer werden, wie Ölexperte Heino Elfert vom Fachdienst EID sagte. Dabei war der August 2005 für deutsche Autofahrer schon der bisher teuerste Monat aller Zeiten.
+++ Schreckensszenen im Hurrikan-Gebiet +++
[12.03] Vermutlich mehr als tausend Tote, Angst vor Seuchen und immer mehr Plünderer: In den Katastrophengebieten der US-Südstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama wachsen drei Tage nach Hurrikan "Katrina" Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. In New Orleans, das fast völlig in den Fluten des Pontchartrain-Sees versunken ist, gilt Kriegsrecht. Noch immer warten entlang der Küste am Golf von Mexiko Tausende auf Rettung. In den überfluteten Straßen der Städte treiben Leichen. Wegen Seuchengefahr rief die US-Regierung den Gesundheitsnotstand aus, Präsident George W. Bush überflog die Krisenregion.
Nachrichten vor 12 Uhr
+++ Reiseveranstalter ermöglichen Umbuchungen +++
[11.53] Angesichts der Zerstörungen haben mehrere Reiseveranstalter ihre Storno- und Umbuchungsfristen für den Süden der USA verlängert. Dertour, TUI, FTI, Canusa und die Marken des Thomas-Cook-Konzerns ermöglichen es ihren Gästen jetzt zum Teil bis zum Jahresende, Reisen in die weitgehend unter Wasser stehende Stadt New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana und ihre Umgebung zu verlegen oder abzusagen.
+++ Schröder bietet Unterstützung an +++
[11.43] Kanzler Gerhard Schröder bietet den Vereinigten Staaten nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" die Hilfe Deutschlands an. Der SPD-Politiker sagte in Berlin, er habe alle Ministerien gebeten, zu prüfen, "was man an Hilfsangeboten für unsere amerikanischen Freunde machen kann". Deutschland stehe angesichts dieser Naturkatastrophe fest an der Seite der USA und werde alles tun, um zu helfen. Als konkrete Maßnahmen nannte der Kanzler die Bereitstellung von Wasseraufbereitungsanlagen und mobilen Unterkünften. "Uns ist eine Menge in dem Sektor möglich", betonte der Kanzler.
+++ Kritik der Demokraten an Bush +++
[11.07] Angesichts der Verheerungen hat George W. Bush wirksame Hilfen angekündigt. Jetzt wird sich zeigen, ob der Präsident seinem Ruf gerecht wird, den er nach den Anschlägen erwarb, oder ob er die Erwartungen enttäuscht und einen politischen Preis zahlen muss wie schon sein Vater nach dem Hurrikan "Andrew" im Jahr 1992. Das Meinungsforschungsinstitut Southern Media and Opinion Research vermutet, der Präsident könnte für die Umstände der Überschwemmungen in New Orleans verantwortlich gemacht werden. "Wenn die Menschen nicht mehr von der Zerstörung geschockt sind, werden sie anfangen, Fragen zu stellen: War geschah mit den Wasserpumpen? Warum hielten die Dämme nicht?" Die Demokraten verbreiten bereits einen Artikel des Medienmagazins "Editor & Publisher", in dem es hieß, der Deichschutz von New Orleans sei den Kosten für den Krieg im Irak, den Heimatschutz und den Steuersenkungen zum Opfer gefallen. Der demokratische Senator Frank Lautenberg kritisiert, der Präsident hätte schon am Montag Soldaten und Hilfe nach New Orleans schicken müssen.
+++ DRK: "Wir stehen bereit" +++
[11.05] Das Deutsche Rote Kreuz bietet den USA im Kampf gegen die Folgen des Hurrikans "Katrina" seine Hilfe an. "Wir stehen bereit", sagte Sprecher Fredrik Barkenhammar. Bislang hätten die amerikanischen Behörden jedoch noch keine deutsche Unterstützung angefordert. Falls benötigt, könnte das Rote Kreuz mobile Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Gesundheitsstationen sowie ein mobiles Krankenhaus zur Verfügung stellen. Derzeit kläre das DRK mit den amerikanischen Kollegen, ob und wie die Deutschen helfen könnten. Auch das Technische Hilfswerk (THW) könnte "relativ zügig" vor Ort helfen, falls eine Anfrage käme, wie ein Sprecher sagte. Denkbar wären der Einsatz von Anlagen zur Versorgung mit Trinkwasser und Strom sowie die Bereitstellung von Pumpen. Daneben könnte sich das THW auch an Räumungsarbeiten oder Brückenbaumaßnahmen beteiligen.
+++ US-Sportler spenden Millionen +++
[10.52] Der US-Sport zeigt große Hilfsbereitschaft für die Opfer von "Katrina". So spendeten die National Football League (NFL) und der US-Baseball-Gigant New York Yankees je eine Million Dollar. Der dreimalige Wimbledonsieger John McEnroe kündigte eine Spende von 25.000 Dollar an und rief am Rande der US Open in Flushing Meadows zu weiteren Hilfsleistungen auf. Die zweimalige US-Open-Siegerin Venus Williams (USA) will auf ihren Turnieren bis zum Jahresende für jedes Aufschlag-Ass 100 Dollar spenden.
+++ Fischer bietet USA Hilfe an +++
[10.50] Deutschland hat den USA nach dem verheerenden Hurrikan seine volle Unterstützung angeboten. Die Bundesregierung sei zu jedweder Hilfeleistung bereit, um der "entsetzlichen Naturkatastrophe" Herr zu werden und deren Folgen zu beseitigen, erklärte Außenminister Joschka Fischer in Berlin. Die Solidarität gelte den betroffenen Menschen. Die verheerenden Zerstörungen des Hurrikans habe er mit "Trauer und Entsetzen" verfolgt. Die deutsche Botschaft Washington steht den Angaben zufolge in ständigem Kontakt zum US-Außenministerium und den Krisenzentren. Die deutschen Generalkonsulate in Houston und Atlanta halten zudem enge Verbindung zu den Behörden in Louisiana, Mississippi und Alabama, um Deutschen in Not zu helfen und Vermisste aufzufinden.
+++ Hollywood-Studios verlegen Dreharbeiten +++
[10.49] Die verheerenden Wirbelsturm-Verwüstungen haben auch die Dreharbeiten zu mehreren Hollywood-Filmen gestoppt. Mindestens 65 Mitarbeiter zweier Disney-Produktionen seien schon vor dem Eintreffen von "Katrina" aus New Orleans per Flugzeug evakuiert worden, teilte das Filmstudio mit. Betroffen sind demnach die Produktionen "Deja Vu" mit Denzel Washington und "The Guardian" mit Kevin Costner und Ashton Kutcher. Die Warner-Studios wiederum müssen nach eigenen Angaben den Dreh des Horrorfilms "The Reaping" mit Hilary Swank neu konzipieren, der bis zu dem Sturm in Baton Rouge produziert wurde.
+++ DGB: Benzinpreise Thema der Lohnrunden +++
[10.46] Die hohen Benzinpreise werden Thema der bevorstehenden Lohntarifrunden der Gewerkschaften. "Die Inflationsrate insgesamt wird eine Rolle spielen, und der DGB-Benzinpreis ist ein Teil davon", sagte DGB-Tarifexperte Reinhard Dombre. Er schränkte aber zugleich ein, dass die Gewerkschaften ihre Lohnforderungen nicht alleine am Benzinpreis ausrichteten: "Wir werden nicht sagen, jetzt machen wir eine Tarifrundenerhöhung begründet auf den höheren Benzinpreisen." Die jüngste Preisrunde an den Tankstellen hatten die Mineralölgesellschaften mit Produktionsausfällen durch den Wirbelsturm "Katrina" begründet. Als Folge decken sich die USA mit Treibstoff auf dem europäischen Markt ein, wodurch auch hier die Preise steigen.
+++ Militär soll Plünderer stoppen +++
[10.37] Um die Plünderungen nach den Verwüstungen in Louisiana zu stoppen, hat die Regierung des US-Bundesstaates zusätzliche Militär- und Polizeieinheiten angefordert. Viertausend Soldaten der Nationalgarde, 200 Angehörige der Militärpolizei und zusätzlich einhundert Polizisten seien mobilisiert, kündigte ein Sprecher der Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, an. Etwa 50 Militärpolizisten seien bereits eingetroffen, mit der Ankunft der übrigen Einheiten werde baldmöglichst gerechnet. Auch aus anderen Bundesstaaten wie Arkansas und Kentucky oder dem weiter entfernten Michigan hoffe man auf Hilfe, um die Ordnung in New Orleans wieder herzustellen.
+++ Schwerste Naturkatastrophe seit 1906 +++
[9.50] US-Behörden fürchten, dass "Katrina" mehr als tausend Menschen das Leben gekostet hat. Damit wäre dies die schwerste Naturkatastrophe in den USA seit dem Erdbeben von San Francisco im Jahr 1906. "Wir wissen, dass es noch viele Tote im Wasser gibt, und weitere auf den Dachböden der Häuser", sagte der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin. Es gebe mehrere hundert, wahrscheinlicher aber mehr als tausend Tote. Die Stadt werde für mindestens zwei Monate nicht bewohnbar sein. So lange dürften die Bewohner auch nicht zurückkommen. Bislang halten sich noch rund 100.000 der 480.000 Einwohner in New Orleans auf.
+++ Vom Superdome in den Astrodome +++
[9.23] Der Superdome in New Orleans wird evakuiert. Er gewährte den 25.000 Bewohnern der Stadt Schutz vor "Katrina", aber jetzt wollen die Menschen nur noch weg. Ohne Klimaanlage und zeitweise ohne Strom können die Menschen die Hitze und die schlechte Luft kaum ertragen. Der zuständige Arzt Kevin Stephens beschreibt die Zustände im Superdome als den Albtraum jeder Gesundheitsbehörde. "Diese Bedingungen sind grauenhaft", sagt er. Die Gestrandeten werden ins Astrodome nach Houston im benachbarten Texas gebracht. Wie lange die Flüchtlinge da bleiben sollen, ist bisher nicht klar. "Wir verschaffen uns Zeit, bis wir uns etwas ausgedacht haben", sagt der Koordinator des Katastrophenschutzes, William Lokey.
+++ Milliarden-Schäden für Versicherer +++
[9.03] Auf die Rückversicherungsbranche kommen nach der Naturkatastrophe Milliardenschäden zu. Zudem bedrohen sie die selbst gesteckten Gewinnziele der Unternehmen. Nach dem Branchenprimus Münchener Rück hat nun der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re vorläufige Schätzungen vorgelegt. Die Schweizer rechnen mit einer Belastung von 500 Millionen US-Dollar vor Steuern. Aufgrund der Komplexität der Schäden seien die Schätzungen aber mit einer hohen Unsicherheit behaftet.
+++ US-Ölpreis unter 69 Dollar +++
[7.38] Die Lage am internationalen Rohölmarkt hat sich mit dem Antasten der strategischen Ölreserve in den USA etwas entspannt. Der US-Ölpreis pendelte heute im asiatischen Handel deutlich unter 69 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI wurde um 7.20 Uhr mit 68,79 Dollar gehandelt. Das waren 24 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vorabend in New York. Der Hurrikan "Katrina" hatte den Ölpreis am Dienstag mit 70,90 Dollar auf einen neuen Rekordstand getrieben.
+++ Schwere Plünderungen +++
[07.10] Schwere Plünderungen und Ausschreitungen haben in der Nacht zum Donnerstag die Krise in den vom Hurrikan "Katrina" betroffenen US-Südstaaten weiter verschärft. Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, kündigte an, "alles zu tun, um Recht und Ordnung wiederherzustellen". Sie forderte Verstärkung durch die Bundes- und Militärpolizei und Beamte aus den Nachbarstaaten an.
+++ Erste Wasserlieferungen +++
[06.52] Die Hurrikan-Opfer im US-Bundesstaat Mississippi haben gestern die ersten Hilfslieferungen mit Trinkwasser und Eis erhalten. Hilfstrupps waren mit 85 Lastwagen im Einsatz, um an 23 Stellen die dringend benötigten Lieferungen zu verteilen, sagte ein Sprecher des Hilfseinsatzes.
+++ Häftlinge in Louisiana evakuiert +++
[04.39] Streng bewacht sind im US-Bundesstaat Louisiana auch rund 7600 Häftlinge aus ihren von den Fluten eingeschlossenen Gefängnissen evakuiert worden. Die Häftlinge würden "per Boot und per Bus" in andere Haftanstalten verlegt, sagte eine Sprecherin der Gefängnisverwaltung des Südstaates am Golf von Mexiko. Die Gefangenen würden bei der Verlegung strengstens bewacht.
Chronik: Hier lesen Sie die gestrigen Meldungen zu den Ereignissen im Katastrophengebiet