Keine Gnade: Schwarzenegger ließ Doppelmörder hinrichten - DER SPIEGEL
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Keine Gnade Schwarzenegger ließ Doppelmörder hinrichten

Zum ersten Mal seit drei Jahren ist in Kalifornien wieder ein Häftling hingerichtet worden. Zuvor hatte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Gnadengesuch abgelehnt. Der Hingerichtete soll nach Angaben seiner Anwälte psychisch krank gewesen sein.
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San Quentin - Dem 61-jährigen Donald Beardslee, der wegen Doppelmordes zum Tode verurteilt worden war, wurde um 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit eine tödliche Injektion gespritzt. Gestern hatten sowohl Schwarzenegger als auch der Oberste Gerichtshof der USA ein Gnadengesuch abgelehnt.

Beardslee wurde verurteilt, weil er vor 24 Jahren zwei Frauen im Alter von 19 und 23 Jahren ermordet hatte. Motiv für die Tat soll ein geplatztes Drogengeschäft gewesen sein. Seine Anwälte hatten argumentiert, der Veteran der US-Luftwaffe habe an einer geistigen Erkrankung gelitten, als er die 19-jährige Stacey Benjamin erschoss und der 23-jährigen Patty Geddling die Kehle durchschnitt. Bereits 1969 hatte er eine junge Frau in Missouri ermordet, war allerdings später auf Bewährung freigekommen.

Gouverneur Schwarzenegger schloss sich der Meinung der Anwälte nicht an: Seiner Ansicht nach habe Beardslee sehr wohl gewusst, was er tat. "Der Staat und die Gerichte haben seine Verurteilung und die Todesstrafe gegen ihn bestätigt und nichts in seinem Gnadengesuch oder der Akte haben mich davon überzeugt, dass er sich der Schwere seiner Taten nicht bewusst war oder der Tatsache, dass diese abscheulichen Verbrechen falsch waren", begründete Schwarzenegger seine Ablehnung des Gesuchs.

Die Hinrichtung Beardslees ist die elfte in Kalifornien seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1978. In den Todeszellen des Bundesstaates warten 640 Menschen auf ihre Hinrichtung - mehr als in irgendeinem anderen Bundesstaat der USA.