Kenia Drei Nachtwächter nach Schulbrand verhaftet
Nairobi - Dies bestätigte die Polizei in der Hauptstadt Nairobi. "Wir verhören die drei Männer. Sie waren in der Nacht für die Sicherheit der Schüler verantwortlich, in der das Feuer ausbrach", sagte Polizeisprecher Peter Kimanthi. Keiner der drei Männer habe gestanden, etwas mit dem Brand zu tun zu haben.
In dem Internat bei Machakos waren in der Nacht zum Montag 69 Jungen bei lebendigem Leib verbrannt. Die Eltern begannen mit der Identifizierung ihrer Kinder. Ein Brandopfer war noch am Dienstagabend in einem Krankenhaus der 60 Kilometer entfernten Hauptstadt Nairobi gestorben.
Die größtenteils bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Körper der 14- bis 20-jährigen Jungen seien inzwischen alle in Leichenschauhäuser gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Eltern beschwerten sich über die andauernde Ungewissheit. Sie wussten nicht, ob ihre Kinder unter den Brandopfern sind. Noch immer wurden die Überreste zehn vermisster Schüler nicht in den Trümmern des Schlafsaals gefunden.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Mehrere Schüler hätten berichtet, dass sie bereits zwei Tage vor Ausbruch des Feuers den starken Geruch von Benzin wahrgenommen hätten. Ein als verbrannt geltender Junge war am Dienstagabend überraschend wieder aufgetaucht. Er war eigenen Angaben zufolge in einem nahe gelegenen Krankenhaus behandelt worden. Auch er berichtete der Tageszeitung "Daily Nation" über Fremde, die bereits am Samstag Benzinkanister in die Nähe der Jungen-Schlafsäle der gemischten Schule gebracht hätten.