Killer ohne Reue: Das Lachen des Todesschützen - DER SPIEGEL
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Killer ohne Reue Das Lachen des Todesschützen

Ein Killer verhöhnt seine Opfer: Einer der mutmaßlichen Heckenschützen von Washington, die mit ihren gezielten Todesschüssen die Millionenstadt in Schrecken versetzten, soll beim Geständnis seiner Taten gelacht haben. Die Reaktion der Getroffenen, so ergeben Vernehmungsunterlagen, habe den Verhörten regelrecht amüsiert.
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Fairfax - Der 17 Jahre alte John Lee Malvo, der jüngere der beiden mutmaßlichen Heckenschützen (engl.: Sniper) von Washington, hat sich offenbar darüber amüsiert, wie er einer FBI-Mitarbeiterin in den Kopf geschossen hatte. Das geht aus Vernehmungsunterlagen hervor, die jetzt veröffentlicht wurden.

Ebenfalls zum Lachen fand der kaltblütige Killer die Reaktion eines kleinen Jungen, den der Schütze knapp verfehlt hatte. Der Junge hatte die vorbeizischende Kugel wohl für ein Insekt gehalten.

Die Anwälte des 17-Jährigen werfen der Polizei vor, Geständnisse des Jugendlichen im Zusammenhang mit der Mordserie manipuliert zu haben. Es sei keiner der Verteidiger zugegen gewesen, und Malvo habe zuvor signalisiert, dass er nicht über die Taten sprechen wolle. Eine Anhörung zu den Geständnissen ist für den 28. April geplant.

Malvo und der mutmaßliche zweite Täter, der 42-jährige John Allen Muhammad, werden beschuldigt, im vergangenen Jahr in den US-Bundesstaaten Alabama, Georgia, Louisiana, Maryland und Virginia sowie in der Hauptstadt Washington 13 Menschen aus dem Hinterhalt erschossen zu haben. Die beiden Verdächtigen werden getrennt voneinander vor Gericht gestellt. Beiden droht die Todesstrafe.