Kindermörder-Prozess: Dutroux psychisch angeschlagen - DER SPIEGEL
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Kindermörder-Prozess Dutroux psychisch angeschlagen

Die rätselhafte Kopfverletzung, mit der der mutmaßliche Mädchenmörder Dutroux heute vor Gericht erschien, stammt nicht von wütenden Polizisten, wie der Anwalt des Angeklagten zunächst behauptet hatte. Die Beamten erklärten, Dutroux habe seinen Kopf selbst gegen die Wand gerammt.
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Arlon - Sprecher von Polizei und Justiz berichteten übereinstimmend, dass Dutroux sich der Routine-Kontrolle seiner Zelle heftig widersetzt habe. Dabei sei die Beule über seinem rechten, teilweise blutunterlaufenden Auge entstanden.

Anwalt Ronny Boudewijn sagte, sein Mandant habe sich von den Beamten provoziert gefühlt. Noch am Vormittag hatte Dutrouxs zweiter Anwalt Xavier Magnée behauptet, die Justizbeamten hätten dem mutmaßlichen Kindermörder die Verletzung im Streit zugefügt.

Richter Stephane Goux hatte daraufhin die Verhandlung ausgesetzt, damit ein Arzt den Angeklagten untersuchen konnte. Der herbeigerufene Mediziner sagte, bereits ein achttägiger Prozess sei für viele Angeklagte schwer durchzustehen. Nach den 20 Verhandlungstagen des Dutroux-Prozesses stehe der Beschuldigte zwangsläufig unter großem psychischem Druck. Dutroux sei aber weiterhin verhandlungsfähig.