Kinderpornoring ausgehoben: Missbrauch live im Internet - DER SPIEGEL
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Kinderpornoring ausgehoben Missbrauch live im Internet

Die verstärkten weltweiten Ermittlungen gegen die Konsumenten und Verkäufer von Kinderpornographie zeigen Wirkung. In England wurde nun ein weiterer Ring aufgedeckt. Erst kürzlich waren in Europa und Amerika Tausende Verdächtige eines Rings durchsucht worden.
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London - Nach Polizeiangaben wurden sechs Briten bei einer international angelegten Aktion gegen Kinderpornografie im Internet festgenommen. Die Operation gegen die Männer sei durch eine erst im vergangenen April gegründete Spezialeinheit gegen "Hi-Tech-Verbrechen" ermöglicht worden, die sich ausschließlich mit Kinderpornographie beschäftigt. Insgesamt seien bei der Aktion vom Freitag 46 Wohnungen durchsucht worden, darunter 31 in Deutschland, drei in Belgien, je zwei in den Niederlanden und Italien sowie eine in Spanien. Über Details der Razzien außerhalb von England wurde zunächst nichts bekannt.

Die festgenommenen Briten hätten einer Organisation namens "Shadows Brotherhood" (Bruderschaft im Schatten) angehört, die mit hoch entwickelter Verschlüsselungstechnologie glaubte, sich vor dem Zugriff der Behörden schützen zu können. Die Techniken der Nutzer seien mehr als ausgereift gewesen, da die Konsumenten aus der "Bruderschaft" live den Missbrauch von Kindern im Internet mitverfolgen konnten, teilte die Polizei weiter mit.

Erst kürzlich hatten mehrere Polizeibehörden in Europa in einem großen Schlag einen Kinderpornoring, der von den USA aus gesteuert wurde, ausgehoben. Dabei wurden auch in Deutschland Hunderte Wohnungen durchsucht und mehrere Verdächtige festgenommen.