Kinderschänder: Dutroux wird der Prozess gemacht - DER SPIEGEL
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Kinderschänder Dutroux wird der Prozess gemacht

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat im belgischen Arlon der Prozess gegen den Kinderschänder und mutmaßlichen Mörder Marc Dutroux und seine Komplizen begonnen. Die vier Angeklagten sitzen im Gerichtssaal hinter schusssicheren Scheiben.
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Arlon - Es ist ein Prozess der Superlative: Kein Verbrechen hat die belgische Bevölkerung und den Staat jemals so erschüttert wie der Fall Dutroux. Acht Jahre nach den grausamen Morden an verschleppten und vergewaltigten Mädchen muss sich nun der verurteilte Kinderschänder Dutroux, 47, vor dem Schwurgericht in Arlon für die Taten verantworten.

Mehr als 450 Zeugen werden zu dem Prozess erwartet. Das Gerichtsgebäude im südbelgischen Arlon wird von 330 Polizisten bewacht. 1300 Journalisten haben sich als Beobachter angemeldet.

Dutroux werden Mord an der 17 Jahre alten An und der 19-jährigen Eefje vorgeworfen, die im August 1995 verschleppt worden waren. Zudem soll er für die Entführung, Freiheitsberaubung und Vergewaltigung der beiden Mädchen sowie der achtjährigen Julie und Melissa und der zur Tatzeit 1996 zwölfjährigen Sabine und der 14 Jahre alten Laetitia verantwortlich sein.

Die Morde an den Mädchen streitet Dutroux ab. Zugegeben hat er lediglich, seinen Komplizen Bernard Weinstein umgebracht zu haben. Sabine und Laetitia konnten lebend aus dem Haus Dutrouxs gerettet werden, Julie und Melissa wurden wie An und Eefje tot aufgefunden.

Mit Dutroux sitzen auf der Anklagebank seine Exfrau Michelle Martin, sein Komplize Michel Lelievre und der Brüsseler Geschäftsmann Michel Nihoul.

Am ersten Prozesstag sollten die zwölf Geschworenen ausgewählt werden. Die Verlesung der Anklage ist für Morgen geplant. Ein Urteil wird in zwei bis drei Monaten erwartet.

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