Kinderschänder-Prozess Grausige Details aus Dutrouxs Kellerverlies
Arlon - Der belgische Kinderschänder habe die Szenen teilweise selbst gedreht, sagte Demoulin heute. Unter anderem habe Dutroux auch die Vergewaltigung zweier junger Slowakinnen aufgenommen, für die er sich ebenfalls in dem aktuellen Prozess verantworten muss. Dutroux habe seine beiden Opfer offensichtlich vor der Tat betäubt.
Zum Teil habe der Kinderschänder seine Opfer auch gefilmt, ohne dass sie es bemerkten. So habe Dutroux eigens das Rotlicht seiner Kamera mit einem Kaugummi abgeklebt, um es zu überdecken, so der Cheffahnder.
Michel Demoulin berichtete auch von insgesamt 1150 Fotos und 950 Negativen, meist pornografischen Inhalts, die die Polizisten in Dutrouxs Wohnung fanden. Die tatsächliche Zahl solcher Aufnahmen dürfte aber noch weitaus höher liegen, weil der Angeklagte einige der Mädchen auch mit einer Sofortbildkamera fotografiert habe - darunter auch die lebend aus seinem Kellerverlies befreite Sabine Dardenne.
Bei der Durchsuchung hätten die Fahnder auch diverse Medikamente, darunter Schlaf- und Betäubungsmittel entdeckt. In dem Kellerverlies, in dem Dutroux seine Opfer gefangen hielt, seien außerdem Verhütungsmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum gefunden worden.