Kinderspielzeug Tester finden Schadstoffe in Holzpuzzles
Frankfurt am Main - Dem Bericht zufolge erfüllen viele der beanstandeten Spielzeuge "nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards". Von 20 getesteten Holzpuzzles seien 16 durchgefallen, hieß es. Sie erhielten das schlechteste Testurteil "ungenügend". Zwei weitere waren "mangelhaft". Die beiden Test-"Sieger" erreichten gerade einmal ein "ausreichend".
Laut "Öko-Test" fanden sich in vier Puzzles Mengen von Formaldehyd, die über dem vom Bundesinstitut für Risikobewertung für Spielzeug empfohlenen Wert lagen. Der Stoff, das aus den Puzzles ausgast und eingeatmet wird, könne Krebs im Nasen-Rachen-Raum erzeugen.
Die Mehrheit der Puzzles enthalte darüber hinaus in der Lackschicht gesetzlich reglementierte Phthalat-Weichmacher. In einem Produkt steckte den Angaben zufolge sogar ein derartig hoher Gehalt des für Kinderspielzeug verbotenen Weichmachers DBP, dass es nicht verkehrsfähig ist.
Für problematisch halten die Tester auch verschluckbare Kleinteile, an denen die Kinder ersticken können. Sie sind für Spielzeug verboten, das für Kinder unter drei Jahren geeignet ist. Trotzdem fanden sie sich in drei Produkten.
Einige Hersteller versuchten sich aus der Verantwortung zu stehlen und deklarierten die Verpackung mit dem Warnhinweis "nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet", obwohl das Puzzle für ältere Kinder viel zu einfach und zum Gähnen langweilig sei, kritisierte "Öko-Test". Die Altersbeschränkung stelle in einem solchen Fall nur eine "Schutzbehauptung" dar.
jdl/AFP