Kinoerfolg »Barbie« Pinkes Imperium
In der Welt der Modepuppe Barbie dominieren rosarote Farben. Doch kann die Figur einer sehr dünnen, teils nur spärlich bekleideten Blondine 64 Jahre nach ihrem Verkaufsstart noch ein Symbol für emanzipierte Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt sein?
Der US-Spielzeugkonzern Mattel und die Regisseurin Greta Gerwig versetzen die Puppe im gleichnamigen Kinofilm in die Jetztzeit. Barbie, gespielt von Hollywoodstar Margot Robbie, versucht sich 114 Minuten lang an der Neuvermessung von Geschlechterklischees und gesellschaftlichen Machtverhältnissen, wandelt zwischen Plastikwelt und Realität und träumt vom Matriarchat. Ihr Freund Ken, verkörpert von Ryan Gosling, begleitet sie.
Das funktioniert, zumindest an den Kinokassen. Bereits vor dem Start im Juli ist der Film dank intensivem Marketing allgegenwärtig, besonders im Internet. Auch Männer verkleiden sich für die Vorstellungen in pinken Outfits. Fans füllen wochenlang nach der Premiere die Kinosäle. Mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar spielt »Barbie« weltweit ein. Und polarisiert die Kritikerinnen und Kritiker.
Noch mehr Details zum Film: Der Streaming Guide versorgt Sie mit allen Informationen zu diesem Film und vielen weiteren Streaming-Highlights.
Mit dem kommerziellen Erfolg setzt sich die erst 40 Jahre alte Gerwig zumindest ihr eigenes popkulturell-feministisches Denkmal: Kein anderer Film einer Soloregisseurin brachte jemals so viel Geld ein.