Kirgisistan Massaker im Bus - 21 Tote
Bischkek - Nach Angaben der Polizei starben die Businsassen nicht durch ein Unglück, sondern wurden erschossen. Das habe die gerichtsmedizinische Untersuchung der Leichen in der Hauptstadt Bischkek ergeben. Die Toten waren am Donnerstag in einem ausgebrannten Buswrack in einer Schlucht im Südosten der zentralasiatischen Republik Kirgisistan gefunden worden. "Sie wurden im Bus erschossen, der dann 500 Meter von der Straße in Brand gesteckt wurde", zitiert die Zeitung "The Australian" einen Sprecher des kirgisischen Innenministeriums.
Der Überfall fand nahe dem Dorf Sary-Burak im Hochgebirge Tien-Shan in der Region Naryn statt. Bei den Opfern handelt es sich offenbar durchweg um chinesische Staatsbürger, möglicherweise Händler auf dem Weg nach Hause in die chinesische Grenzprovinz Xinjiang. Zwischen Kirgisistan und China gibt es einen lebhaften Grenzhandel.
Zu den Motiven erklärte der Ministeriumssprecher, es habe sich vermutlich um einen Raubüberfall gehandelt. Auch einen Angriff von Separatisten halten die Ermittler für möglich. Inzwischen hätten chinesische Offizielle den Ort des Massakers besucht, so der Sprecher.