Klaus Löwitsch "Ich höre auf"
Berlin - Löwitsch will künftig kein Fernsehschauspieler mehr sein: "Ich höre auf. Den Schauspieler Klaus Löwitsch wird es nicht mehr geben", sagte der 65-Jährige in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "In der geistigen Enge, die in Deutschland existiert, kann und will ich nicht mehr arbeiten".
Der als Charakterdarsteller für Macho-Typen bekannt gewordene Löwitsch muss sich derzeit wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung vor einem Berliner Amtsgericht verantworten. Seinen Rücktritt als Schauspieler mache er aber nicht vom Prozessausgang abhängig, fügte er hinzu.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Darsteller vor, im Februar vergangenen Jahres nach einem Lokalbesuch eine Kollegin geschlagen und sexuell belästigt zu haben. Die 38-Jährige soll dabei ein Gehirntrauma sowie mehrere Blutergüsse am Auge und am Oberschenkel erlitten haben.
"Natürlich ist das Ganze eine wahnsinnige Belastung für mich und mehr Frau Helga", sagte Löwitsch über die Anklage. "Die Anschuldigungen gegen mich sind haltlos". Mit einem Urteil wird nach bisherigen Planungen des Gerichts nicht vor Dienstag gerechnet.
Künftig will sich Löwitsch dem Interview zufolge wieder mehr mit Dichtung, Literatur und Hörbüchern beschäftigen und sein "geistiges Schaffen daraufhin ausrichten". Der Schauspieler war durch seine Rollen in Fernsehsendungen wie "Peter Strohm" als hart gesottener Verbrecherjäger bekannt geworden. Er blickt inzwischen auf mehr als 300 Film- und Fernsehrollen zurück.