Klinik-Unfall Sechsjährige von Behandlungspritsche zu Tode gequetscht
Stockholm - Ersten Erkenntnissen zufolge war das Mädchen am Montag nicht als Patientin, sondern in Begleitung ihrer älteren Schwester in die Ambulanz der Gemeinde Sälen gekommen, einem kleinen Ort in der schwedischen Provinz Dalarnas Iän, unweit der Grenze zu Norwegen. Dort spielten die Kinder unbeaufsichtigt auf einer Behandlungspritsche. Dabei wurde der Elektromotor in Gang gesetzt, die Sechsjährige dabei eingeklemmt.
Wie die Zeitung "Aftonbladet" am Mittwoch berichtete, entdeckten Erwachsene das bewusstlose Mädchen. Sie stellten den Motor ab, befreiten das Kind und hatten mit Wiederbelebungsversuchen zunächst Erfolg. Nach dem Transport in das Krankenhaus der Kleinstadt Mora erlag das Mädchen jedoch seinen schweren Verletzungen.
"Dies ist ein entsetzlicher Vorfall und meine Gedanken sind ganz bei den Verwandten des Mädchens", sagte Karin Stikå-Mjöberg vom örtlichen Gemeinderat. Man werde alles versuchen, um die Familien zu unterstützen. Es werde eine interne Untersuchung geben, versprach Stikå-Mjöberg.
Ein Polizeisprecher teilte mit, dass bereits eine amtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden sei. Dabei gehe es aber um die technische Klärung der Unfallursache, man ermittle nicht gegen Personen, hieß es.