Knut-Souvenirs: Kleiner Eisbär, großes Geschäft - DER SPIEGEL
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Knut-Souvenirs Kleiner Eisbär, großes Geschäft

Knut tut gut - bestimmt auch der Kasse des Berliner Zoos. Neben erhofften Mehreinnahmen durch zusätzliche Besucher sollen einem Zeitungsbericht zufolge bald auch exklusive Knut-Souvenirs verkauft werden. Der Zoo hat sich bereits die Rechte an dem Namen gesichert.
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Berlin - Der Berliner Zoo will vom großen Interesse an seinem Eisbär-Star auch finanziell profitieren: "Wir bringen bald tolle Knut-Produkte heraus, haben den Namen 'Knut' als Marke schützen lassen", sagte die Zoo-Vertriebsleiterin Vivian Kreft der "Bild am Sonntag".

300.000 zusätzliche Besucher soll der knuddelige Bär mit den Knopfaugen in diesem Jahr in den Berliner Zoo locken. Experten glauben, dass der Zoo auch mit den Souvenirs ein gutes Geschäft machen wird. "Eine Marke gewährt ihrem Inhaber ein ausschließliches Recht. So kann er Dritte von der Benutzung der Marke ausschließen und die Vermarktung kontrollieren", sagte Markenanwalt Jens Steinberg von der Kanzlei Greyhills.

"Der Preis von Knut-Shirts könnte bei 20 Euro liegen, Tassen könnten 10 Euro kosten. Die Hälfte davon geht direkt in die Zoo-Kasse", sagt Friedrich Ullmann von der Merchandising-Firma "Ask Ullmann" und schätzt: Jeder Fünfte der jährlich 1,5 Millionen Besucher werde ein Knut-Souvenir kaufen. Nach seiner Rechnung kämen dann mindestens zwei Millionen Euro zusammen.

Der dreieinhalb Monate alte Eisbär Knut hatte am Wochenende Publikumspremiere im Berliner Zoo - der Besucherandrang war immens: Am Gehege war kein Durchkommen mehr, vor den Kassen drängten sich Menschen in vielen hundert Meter langen Schlangen. Am Freitag war Cute Knut erstmals in einem Außengehege der Öffentlichkeit vorgestellt worden - sein erster großen Medienauftritt. Die Bilder des kleinen Eisbärenjungen stießen dabei nicht nur in der Hauptstadt und im Rest von Deutschland auf große Entzückung. Auch im Ausland schaffte es Knut bereits auf Titelseiten.

fba/Reuters/ddp