Köln Explosion in Wohnhaus mehrere Schwerverletzte
Köln - Einige der Opfer mit schweren Verbrennungen schwebten in Lebensgefahr. Auslöser der Explosion war nach Angaben einer Polizeisprecherin die Manipulation an einer Gasleitung. Hinweise auf einen Anschlag gab es aber nicht.
Am Unglücksort spielten sich dramatische Szenen ab: Über eine Drehleiter wurden ein Vater und ein Kind aus dem brennenden Dachgeschoss gerettet. Ein schwer verletzter Mann lief den Einsatzkräften auf der Straße schreiend entgegen. "Die schwer verletzten Personen müssen mitten in einem Feuerball gestanden haben", sagte ein Notarzt.
Acht Menschen standen zunächst unter Beobachtung, einige von ihnen erlitten einen Schock. Die Erschütterung war auch in den gegenüber liegenden Häusern zu spüren. Das Haus sei zwar schwer beschädigt, aber nicht einsturzgefährdet, hieß es.
Eine Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes suchte das Haus nach weiteren Opfern ab. Rund 70 Feuerwehrleute waren mit 40 Fahrzeugen im Einsatz.
Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Dabei werde geprüft, ob fahrlässige oder vorsätzliche Körperverletzung vorliege, sagte ein Polizeisprecher.
In dem Haus sollte an diesem Freitag eine Zwangsräumung in der ersten Etage vollstreckt werden, sagte der Polizeisprecher. Dort sei es auch gegen 9 Uhr zu der Explosion gekommen. Zum Zeitpunkt der Explosion sei der Gerichtsvollzieher im Haus gewesen. Der Wohnungsinhaber war ist einer der Schwerverletzten.