Kölner Attentat: Nagelbombe wurde ferngezündet - DER SPIEGEL
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Kölner Attentat Nagelbombe wurde ferngezündet

Die Polizei hat neue Details über den blutigen Anschlag von Köln veröffentlicht. Demnach zündete der Täter den Sprengsatz aus sicherer Entfernung per Funk.
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Köln - Nach Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei der Bombe um eine Gasflasche, die mit Schwarzpulver und Nägeln gefüllt worden war. Laut Polizeiexperten handelt es sich um eine so genannte Bastlerbombe, die sich relativ einfach herstellen lässt.

Bei der Explosion vor fünf Tagen im Kölner Stadtteil Mülheim waren 22 Passanten durch die umherfliegenden, zehn Zentimeter langen Zimmermannsnägel zum Teil schwer verletzt worden. An mehreren Gebäuden entstanden Sachschäden, die die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro schätzt.

Höchstwahrscheinlich war die präparierte Gasflasche auf einem silbergrauen Fahrrad der Marke Cyco befestigt, das frühestens im April in einem Aldi-Supermarkt gekauft worden war. Die Fahnder suchen nach einem 25 bis 30 Jahre alten Mann mit kurzen, blonden Haaren, der das Rad am Tatort abgestellt haben könnte. Unklar ist aber noch, ob der Unbekannte mit dem Anschlag in Verbindung steht.

Trotz etwa 35 Hinweisen hat die Mordkommission "Sprengstoff" bislang keine heiße Spur. Die Ermittler gehen von einem kriminellen oder persönlichen Motiv aus. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Anschlag in dem türkisch geprägten Viertel terroristische oder fremdenfeindliche Motive habe.