Körperverletzung Aggressionen gegen Bahn-Mitarbeiter nehmen zu
München - Dem Sicherheitsbericht der Deutschen Bahn zufolge meldeten Bahn-Mitarbeiter im vergangenen Jahr 748 Fälle von Körperverletzungen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Das seien zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.
Vor allem bei Fahrkartenkontrollen komme es häufiger zu Aggressionen, aber auch im Umfeld von Großveranstaltungen, wie etwa Fußballspielen oder Volksfesten, sagte der Leiter der Konzernsicherheit, Gerd Neubeck, dem Blatt. Einige Menschen respektierten das Einschreiten eines Mitarbeiters in Bahnuniform nicht mehr so ohne weiteres, sondern reagierten schnell aggressiv. Die Konfliktbereitschaft einiger Menschen sei gestiegen. Das sei wohl ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Ein Grund für steigenden Zahlen könne der interne Aufruf an die Mitarbeiter sein, jeden noch so kleinen Vorfall zu melden, sagte Neubeck. Auch habe man das Sicherheitspersonal von 3200 auf 3700 Mitarbeiter aufgestockt. Je häufiger jemand einschreite, desto eher könne es auch zu einem Übergriff kommen.
Die Zahl der Übergriffe in allen Zügen und Bahnhöfen betrug dem Bericht zufolge 1679 - und ging damit um elf Prozent zurück. Bei 5,3 Millionen Fahrgästen am Tag ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Körperverletzung zu werden, insgesamt gering.