Kokain: Zoll stellt in Bremerhaven große Mengen Rauschgift in einem Seecontainer sicher - DER SPIEGEL
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Schlag gegen internationale Drogenschmuggler Zoll stellt in Bremerhaven große Mengen Kokain in einem Seecontainer sicher

Nach monatelangen Ermittlungen entdeckten Drogenfahnder laut SPIEGEL-Informationen in einem Seecontainer aus Peru 600 Kilogramm Kokain. Hafenmitarbeiter sollen involviert sein, neun Verdächtige sitzen in Haft.
• aus DER SPIEGEL 26/2023
Containerschiffe in Bremerhaven
Containerschiffe in Bremerhaven

Containerschiffe in Bremerhaven

Foto: Sina Schuldt / dpa

Polizei und Zoll ist in Bremerhaven ein Schlag gegen internationale Drogenschmuggler gelungen. Anfang April stellten Fahnder 600 Kilogramm Kokain sicher, das, in Sporttaschen verpackt, in einem Container mit Metallschrott aus Peru versteckt war. Die Fahnder observierten Verdächtige und überwachten Telefone.

Hafenmitarbeiter zur »Bergung« angeworben

Ein Hintermann soll in Bremerhaven Hafenmitarbeiter für eine »Bergung« des Kokains angeworben haben. Ein erster Versuch, die Ware aus dem Hafen zu bringen, scheiterte. Schließlich soll der Käufer Hafenarbeitern für Hilfe beim Weitertransport 100.000 Euro angeboten haben. Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen neun inzwischen inhaftierte Beschuldigte.

Ausgangspunkt des Verfahrens war ein Fund von 700 Kilo Kokain im vergangenen Oktober. Laut Bremens SPD-Justizsenatorin Claudia Schilling beobachten die Behörden bereits seit Längerem eine Verlagerung des Drogenhandels von Häfen im europäischen Ausland nach Deutschland.

Lindner soll Zollfahndung in Bremerhaven verschärfen

Schilling fordert von Bundesfinanzminister Christian Lindner, die Zollfahndung in Bremerhaven deutlich zu verschärfen, »bevor es zu Todesopfern kommt«. Ein Lkw-Fahrer, der zufällig eine Schmuggelaktion beobachtete, soll mit vorgehaltener Waffe und dem Satz bedroht worden sein: »Ein Mucks, und wir knallen dich ab.«

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