Kollision über dem Hudson Flugzeugwrack gefunden
New York - Zwei Tage nach der Kollision eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug über New York haben Taucher das Wrack des Flugzeugs gefunden. Die einmotorige Maschine vom Typ Piper wurde am Montag in 18 Metern Tiefe im Hudson River etwa 250 Meter vom Ufer entfernt entdeckt, wie die Polizei mitteilte. In dem Wrack fanden die Taucher eine männliche Leiche, die zunächst aber noch nicht geborgen werden konnte.
Bisher waren sieben der insgesamt neun Todesopfer aus dem Hudson geborgen worden. Noch vermisst wurden die Leichen des 60-jährigen Flugzeugpiloten und eines erwachsenen Passagiers. Der Hubschrauber war am Sonntag aus dem Fluss gehoben worden. Die Bergungsarbeiten wurden von starken Strömungen und einer Sichtweite von lediglich 30 Zentimetern erschwert.
Das Kleinflugzeug hatte sich am Samstag in 335 Metern Höhe dem Hubschrauber von hinten genähert und es nach Berichten von Augenzeugen mit der Tragfläche getroffen. Beide Maschinen stürzten in den Hudson. An Bord des Flugzeugs war eine Familie aus Pennsylvania.
Das Unglück hatte kritische Fragen nach der Kontrolle solcher Flüge aufgeworfen. Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hatte sich bereits vor dem Unglück vom Wochenende besorgt über Hubschrauberrundflüge für Touristen geäußert. Der Hubschrauber des Unternehmens Liberty Tours war von fünf Italienern gebucht.
Anlass für den zwölf Minuten dauernden Rundflug über New York war eine Silberhochzeit. Mit an Bord war der Ehemann, während seine Frau am Boden geblieben war, weil sie Angst vor dem Fliegen hatte. Unter den Opfern ist auch der 16-jährige Sohn des aus Bologna stammenden Paars. Der Flug war ein Geschenk der Schwester des Ehemanns.