Kolumbien: Drei Deutsche entführt - DER SPIEGEL
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Kolumbien Drei Deutsche entführt

Kolumbianische Rebellen haben offenbar drei Entwicklungshelfer in ihre Gewalt gebracht. Die Deutschen wollten Indios Alternativen zum Anbau illegaler Drogen bieten.
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Bogotá - Die Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ/Eschborn) heißen nach Angaben eines Radiosenders Hurlis Cuenssell, Thomas Cuenssell und Reiner Berushmann.

Die Deutschen seien von Mitgliedern der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) in einer Indiosiedlung in der Region Cauca südwestlich der Hauptstadt Bogotá entführt worden, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Die Mitarbeiter der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation hätten unter anderem an einem Agrarprojekt mitgearbeitet, berichteten einheimische Medien. In Cauca sind neben den Farc auch das an Kuba orientierte "Nationale Befreiungsheer" (ELN) sowie ultrarechte Paramilitärs aktiv. Diese subversiven Gruppen finanzieren sich auch durch Schutzdienste für die Drogenbanden.

In Kolumbien gibt es weltweit die meisten Entführungen. Vor allem linke Rebellen finanzieren sich auch durch die Lösegelder. Im vergangenen Jahr verschleppten die verschiedenen Gruppen mehr als 2000 Menschen. Weitere 1000 Männer und Frauen fielen gewöhnlichen Kriminellen in die Hände.