Kolumbien Rebellen lassen deutsche Geisel frei
Valledupar - Die beiden jungen Leute seien per Hubschrauber in die Stadt Valledupar geflogen worden, sagte der Menschenrechtsbeauftragte Volmar Pérez weiter. Die beiden gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Ausländern, die am 12. September im Norden des Landes von Rebellen verschleppt worden waren.
Zuvor war die Hauptforderung des "Nationalen Befreiungsheeres" (ELN) erfüllt worden. Eine Kommission aus Vertretern der Kirche und der Vereinten Nationen begann, die Lage der Menschenrechte in der unzugänglichen Region zu untersuchen. Sprecher der katholischen Kirche hatten deshalb die Hoffnung geäußert, dass die noch festgehaltenen vier Israelis und ein Brite bald frei kommen könnten.
Nach Angaben der Rebellen terrorisieren die Polizei, das Militär und rechte Paramilitärs die ortsansässige Bevölkerung, darunter viele Indios. Auch Präsident Alvaro Uribe hatte einigen Polizisten zu große Nähe zu den illegalen und als besonders brutal gefürchteten Paramilitärs vorgeworfen.
Die ELN hat jetzt noch vier Israelis und einen Briten in ihrer Gewalt. Die Touristen waren beim Besuch einer präkolumbianischen Ausgrabungsstätte in der Sierra Nevada überfallen und verschleppt worden.