Koma-Patientin: Berufungsgericht lehnt Eilantrag der Eltern ab - DER SPIEGEL
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Koma-Patientin Berufungsgericht lehnt Eilantrag der Eltern ab

Die Eltern der Komapatientin Terri Schiavo sind mit ihrem Eilantrag gescheitert. Das Bundesberufungsgericht in Atlanta lehnte es zum wiederholten Mal ab, den Fall aufzugreifen.
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Pinellas Park - Die Eltern hatten am Mittwoch einen Eilantrag auf eine neuerliche Anhörung gestellt. Die 41-jährige Schiavo liegt im Sterben, nachdem die künstliche Ernährung vor 13 Tagen eingestellt worden war.

Das Berufungsgericht in Atlanta entschied in der vergangenen Woche bereits drei Mal gegen Schiavos Eltern, Bob und Mary Schindler, die eine sofortige Wiedereinsetzung der Magensonde fordern. Die Entfernung der Sonde hatte Terris Ehemann Michael Schiavo in einem langjährigen Rechtsstreit durchgesetzt. Er macht geltend, dass seine von den Ärzten für hirntot erklärte Frau, die seit 15 Jahren im Wachkoma liegt, nicht hätte künstlich am Leben gehalten werden wollen.

Gericht sieht keinen Anlass zum Handeln

Richter Stanley Birch erklärte zur Begründung der Ablehnung, jedes weitere Handeln des Gerichts wäre unangemessen. Die Mitglieder ihrer Familie und des Kongresses hätten sich leidenschaftlich und aufrichtig für die Patientin eingesetzt, doch sei nun die Zeit gekommen loszulassen. Für die Annahme des Eilantrags wären sieben der zwölf Richterstimmen nötig gewesen. Wie die Abstimmung verlief, wurde nicht mitgeteilt.




Nach einem Besuch am Bett seiner Tochter sagte Bob Schindler am Mittwoch, er sei angenehm überrascht gewesen. "Sie kämpft noch, und wir werden weiterkämpfen." Einige ihrer Organe funktionierten noch. "Es ist noch nicht zu spät." Am Mittwochmorgen wurde ein Mann festgenommen, der versuchte, einen Plastikbecher mit Wasser ins Hospiz zu tragen. Polizisten stoppten ihn am Tor. Mary Schindler wandte sich mit einem emotionalen Appell an ihren Schwiegersohn und dessen Verlobte: "Michael und Jodi, ihr habt selbst Kinder. Bitte, bitte gebt mir mein Kind zurück."

In den Streit hatte sich am Dienstag auch der schwarze Bürgerrechtler und Geistliche Jesse Jackson eingeschaltet. Jackson traf mit Schiavos Eltern zusammen und betete mit ihnen. Den bevorstehenden Tod der 41-Jährigen nannte er "eine Ungerechtigkeit". "Dies ist eine moralische Frage, und sie geht über Politik und Familienstreitigkeiten hinaus", sagte Jackson, einst Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

Ron Word, ap