Koma-Patientin Obduktion nach Schiavos Tod geplant
Pinellas Park - Ärzte haben bei Schiavo einen dauerhaft vegetativen Zustand diagnostiziert. Demnach wurde die Hirnrinde infolge einer 1990 erlittenen Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr bei einem Herzstillstand massiv geschädigt. In der Hirnrinde befinden sich die komplexen Zellstrukturen, die Gedanken, Empfindungen, Erinnerungen und Gefühle kontrollieren. Schiavos Eltern zweifeln diese Diagnose an. Michael Schiavo erklärte in dem seit 15 Jahren dauernden Rechtsstreit, seine Frau habe nicht künstlich am Leben erhalten werden wollen.
Die Komapatientin ist nach Angaben ihres Vaters stark geschwächt und abgemagert, kämpft jedoch mit letzter Kraft um ihr Leben. Sie reagiere noch immer auf ihre Familie und verfüge über eine "unglaubliche Lebenskraft", sagte Bob Schindler gestern nach einem Besuch am Krankenbett. "Sie kämpft wie die Hölle um ihr Leben, und sie fleht um Hilfe." Noch sei es nicht zu spät, sie zu retten. Der Anwalt ihres Ehemannes sagte dagegen nach einem Besuch im Krankenzimmer, Schiavo sehe friedvoll und ruhig aus.
Schindler und seine Ehefrau Mary riefen erneut US-Präsident George W. Bush, dessen Bruder und Gouverneur von Florida, Jeb Bush, sowie den Washingtoner Kongress auf, ihrer Tochter zu helfen. Die Sonde war am 18. März auf Wunsch von Schiavos Ehemann Michael entfernt worden. Seitdem ist die Komapatientin ohne Nahrung. Gestern empfing sie die Sterbesakramente.