Kongo 160 Tote bei Schiffsunglück
Kinshasa - Nach den übrigen Vermissten werde noch immer gesucht, teilte die Ministerin für humanitäre Angelegenheiten, Catherine Nzuzi, mit. Die beiden Fähren waren den Angaben zufolge bereits vor zwei Tagen in einem Sturm auf dem Fluss Kongo bei Inongo zusammengestoßen. Auf Grund der schlechten Infrastruktur in dem von Bürgerkriegen zerstörten Land erreichten die Nachrichten über das Unglück erst jetzt die Hauptstadt.
Das Unglück habe sich nur rund 300 Meter vom Ufer entfernt ereignet, teilte das Rote Kreuz mit. Die meisten Menschen in Kongo und weiten Teilen Afrikas könnten jedoch nicht schwimmen. Hunderte seien ins Wasser gefallen, als die Fähren einander rammten, berichteten Überlebende. Die Toten wurden in Massengräbern beigesetzt.
Erst im April ist der Kongo nach fünfjähriger Unterbrechung wegen des Bürgerkriegs als Wasserstraße wieder eröffnet worden. Für viele Menschen ist der Fluss die wichtigste Verkehrsader, die Straßen sind unsicher, Flüge zu teuer. Im ganzen Land gibt es nur hundert Kilometer asphaltierte Straßen.